Geburtsmonat August
Sternzeichen August: Löwe oder Jungfrau, das Datum und der Wechsel
Welches Sternzeichen im August gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 23. Löwe, ab dem 24. Jungfrau. Im August liegen damit zwei Zeichen: bis zum 23. Löwe, ab dem 24. Jungfrau. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 22., 23., 24. August.
Sternzeichen August: wo die Grenze wirklich liegt
Wer nach Sternzeichen August sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 23. und dem 24. August. Den Beginn des Zeichens Jungfrau erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Jungfrau; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Löwe.
Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.
Für Geburtstage vom 1. bis zum 21. August ist die Antwort eindeutig Löwe, vom 25. bis zum 31. August ebenso eindeutig Jungfrau. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.
Der Tabellentag ist einer der möglichen Übertrittstage; die Konvention markiert damit die spätere Grenze.
Der zweite umbenannte Monat
August hieß ursprünglich Sextilis, der sechste – gezählt von einem Jahr, das im März begann. Nach der Verlegung des Jahresanfangs war er der achte, behielt aber zunächst den falschen Zahlnamen, wie September bis Dezember heute noch.
Umbenannt wurde er nach Augustus, dem ersten römischen Kaiser, kurz nachdem Quintilis zu Iulius geworden war. Die Wahl des Monats war nicht zufällig: in ihm lagen mehrere Ereignisse, die für seine Herrschaft zählten. Damit endete allerdings auch die Reihe der Umbenennungen – bei den vier Zahlnamen am Jahresende blieb es, obwohl mehrere spätere Kaiser Anläufe machten.
Die verbreitete Erzählung, Augustus habe dem Februar einen Tag weggenommen, damit sein Monat nicht kürzer sei als der von Caesar, ist eine spätmittelalterliche Erfindung und in antiken Quellen nicht belegt. Die Längen der Monate stammen aus der julianischen Reform und lagen schon vorher fest.
Löwe und Jungfrau im August
Bis zum 23. August führt die Tabelle den Löwen, ab dem 24. die Jungfrau. Der Löwe ist mit zweiunddreißig Tagen eines der beiden längsten Zeichen, die Jungfrau mit einunddreißig kaum kürzer – beide liegen auf dem langsamen Abschnitt der Erdbahn nach dem sonnenfernsten Punkt.
Die Jungfrau ist das flächengrößte Tierkreissternbild und nach der Wasserschlange das zweitgrößte des Himmels. Die Sonne braucht mehr als sechs Wochen, um es zu durchlaufen – der längste Durchgang durch ein Tierkreissternbild, während sie den schmalen Skorpion in etwa einer Woche passiert. Genau diese Spanne von einem Faktor sechs ist der Grund, warum die Zeichen nie an die Sternbilder gebunden wurden: ein Zeitmaß braucht gleich lange Abschnitte.
Ihr Hauptstern Spica heißt „Kornähre", und als Ähre hält die Figur ihn in nahezu jeder Darstellung in der Hand. Der Grund ist kalendarisch: der Frühaufgang dieses Sterns in der Morgendämmerung fiel in den Regionen, in denen das Sternbild benannt wurde, mit der Getreideernte zusammen. Eine Jungfrau mit einer Ähre bezeichnet also, was in dieser Jahreszeit zu tun war – so wie der Wassermann die Regenzeit bezeichnet.
Am Nachthimmel ist der August vor allem für ein Ereignis bekannt, das mit den Zeichen nichts zu tun hat: die Perseiden, der zuverlässigste Meteorstrom des Jahres, mit einem Maximum um den 12. August. Sie scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen; die Teilchen stammen von einem Kometen, dessen Staubbahn die Erde jedes Jahr an derselben Stelle kreuzt.
Was für Geburtstage am 22., 23. und 24. August gilt
Der 23. August ist der Tag, auf den der Übertritt in siebenundsiebzig der sechsundneunzig untersuchten Jahre fällt. Der 22. kommt in sechzehn Jahren vor, der 24. – das Datum, das die Tabelle als ersten Jungfrau-Tag nennt – in drei.
Für die Praxis heißt das: wer am 22. oder 23. August geboren ist, wird von der Tabelle dem Löwen zugeordnet, stand astronomisch aber in einem großen Teil der Jahrgänge – am 23. in der weit überwiegenden Zahl – bereits in der Jungfrau. An diesen beiden Tagen entscheidet zusätzlich die Geburtsstunde. Für den 24. August und alle folgenden Tage bis zum 23. September besteht dagegen keine Unsicherheit.
Der August gehört damit zu den Monaten, in denen das Tabellendatum den Sonnenstand selten trifft: in drei von sechsundneunzig Jahren.
Der Rückgang beschleunigt sich
Der August ist der Monat, in dem der Verlust an Tageslicht deutlich wird. In Berlin sinkt die Tageslänge von 15 Stunden 44 Minuten am 1. auf 13 Stunden 52 Minuten am 31. – ein Verlust von 113 Minuten, also fast zwei Stunden in einem Monat und mehr als das Anderthalbfache des Juli-Werts.
Die Mittagshöhe der Sonne in Berlin fällt von 55,4 auf 46,0 Grad, die Deklination von +17,9 auf +8,5 Grad. Die Sonne legt im August also mehr als neun Grad ihres Rückwegs zum Äquator zurück und steht am Monatsende nur noch gut acht Grad darüber. Bis zur Tagundnachtgleiche Ende September fehlt dann nicht mehr viel.
Spürbar ist das vor allem abends: der Sonnenuntergang wandert im Monatsverlauf um mehr als eine Stunde nach vorn. Zusammen mit dem Ende der astronomischen Dämmerungsperiode – ab Anfang August wird es in Norddeutschland nachts erstmals seit Mai wieder richtig dunkel – ist der August der Monat, in dem der Nachthimmel zurückkommt. Das ist der praktische Grund, warum die Perseiden um den 12. August so bekannt sind: sie sind nicht der stärkste Meteorstrom des Jahres, aber der erste nach der hellen Jahreszeit, und er fällt in die Ferien.
Die im langjährigen Mittel wärmsten Tage liegen noch in der ersten Monatshälfte. Danach beginnt die Temperatur zu fallen, mit derselben Verzögerung von etwa sechs Wochen gegenüber der Einstrahlung, die im Frühjahr das Minimum in den Februar verschoben hat. Der August ist damit der Monat, in dem die Kurven auseinanderlaufen: die Einstrahlung nimmt schon deutlich ab, die Temperatur hält noch.
Löwe und Jungfrau im Vergleich
Die beiden Zeichen des Augusts sind zweiunddreißig und einunddreißig Tage lang. In der Systematik trägt der Löwe Feuer und fix, die Jungfrau Erde und veränderlich – der Löwe sitzt in der Mitte des Sommers, die Jungfrau schließt ihn ab und endet mit der Herbst-Tagundnachtgleiche. Als herrschende Himmelskörper gelten die Sonne und Merkur.
Am Himmel sind beide Sternbilder gut zu finden und beide enthalten einen Stern, den der Mond bedecken kann: Regulus im Löwen und Spica in der Jungfrau. Beide gehören außerdem zu den vier Königssternen beziehungsweise zu den Sternen, an denen historisch gemessen wurde – an Spica entdeckte Hipparchos im zweiten Jahrhundert vor unserer Zeit die Präzession, indem er seine eigene Messung mit einer hundertfünfzig Jahre älteren verglich und eine Differenz von etwa zwei Grad fand.
Der größte Unterschied liegt in der Ausdehnung. Die Jungfrau ist das flächengrößte Tierkreissternbild; die Sonne braucht mehr als sechs Wochen, um es zu durchlaufen, während sie den schmalen Skorpion in etwa einer Woche passiert. Als Zeichen sind beide exakt dreißig Grad breit. Diese Spanne von einem Faktor sechs zwischen den Sternbildern und die exakte Gleichheit zwischen den Zeichen ist der Kern des Unterschieds, um den es auf diesen Seiten immer wieder geht.
Für die Zuordnung eines Geburtstags verlangt der August an zwei Tagen mehr als das Datum: am 22. und am 23. August entscheidet das Geburtsjahr.
Die Grenze in den Nachbarmonaten
Was in diesem Monat gilt, gilt in abgewandelter Form auch links und rechts davon. Im Juli davor wechselt die Sonne am 23. in den Löwe, in diesem Monat am 24. in den Jungfrau, im September danach am 24. in den Waage. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.
Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.
Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Jungfrau dauert 31 Tage, der Löwe davor 32 und der Waage danach 30. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.
Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten Juli und September nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.
Die Perseiden beobachten
Der bekannteste Meteorstrom des Jahres hat sein Maximum um den 12. August, und die Bedingungen in diesem Monat sind der Grund für seine Bekanntheit: es wird wieder richtig dunkel, die Nächte sind mild, und das Maximum fällt in die Ferienzeit. Zu sehen sind bei dunklem Himmel und ohne Mond einige Dutzend Meteore pro Stunde, meist als kurze schnelle Striche in der oberen Himmelshälfte. Man braucht kein Gerät – ein Fernglas verkleinert das Blickfeld und ist hier eher hinderlich. Der Radiant, also die Richtung, aus der die Meteore zu kommen scheinen, liegt im Sternbild Perseus im Nordosten; sehen kann man sie aber am ganzen Himmel, und wer direkt zum Radianten schaut, sieht die kürzesten Spuren. Mit dem Zeichen, das im August liegt, hat der Strom nichts zu tun – er ist nach einer Himmelsrichtung benannt, nicht nach einem Zeitpunkt.
Warum andere Seiten andere Daten nennen
Für den August zirkulieren Angaben, die den Wechsel auf den 23. oder den 24. legen. Die verbreitete deutsche Tabelle nennt den 24., und sie steht auch auf diesen Seiten; wer den 23. wählt, liegt in der weit überwiegenden Zahl der Jahre näher am gemessenen Sonnenstand.
Ein Teil der Abweichungen ist eine Frage des Bezugsjahres, ein anderer der Zeitzone. Eine Uhrzeit ohne Angabe der Zeitzone ist für einen Zeichenwechsel nicht überprüfbar, weil der Übertritt ein Moment ist und der Kalendertag davon abhängt, wo gerechnet wird. Alle Zeiten hier gelten für Mitteleuropa, im August in Sommerzeit.
Das Datum im August und der Wechsel im Jahreslauf
Sternzeichen August heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der Juli, danach der September. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im August für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen August für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.
Häufige Fragen
Fragen zum August
Welches Sternzeichen hat man im August?
Bis zum 23. August Löwe, ab dem 24. August Jungfrau. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 22., 23., 24. August.
Welches Zeichen gilt am 22. August?
Nach der gebräuchlichen Tabelle Löwe. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Jungfrau. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.
Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den August?
Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den August ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 22., 23., 24. August, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.