Geburtsmonat Februar
Sternzeichen Februar: Wassermann oder Fische, Datum und Wechsel
Welches Sternzeichen im Februar gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 19. Wassermann, ab dem 20. Fische. Im Februar liegen damit zwei Zeichen: bis zum 19. Wassermann, ab dem 20. Fische. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 18., 19. Februar.
Sternzeichen Februar: wo die Grenze wirklich liegt
Wer nach Sternzeichen Februar sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 19. und dem 20. Februar. Den Beginn des Zeichens Fische erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Fische; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Wassermann.
Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.
Für Geburtstage vom 1. bis zum 17. Februar ist die Antwort eindeutig Wassermann, vom 20. bis zum 28. Februar ebenso eindeutig Fische. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.
Der Tabellentag kommt in dieser Auszählung nicht vor – der Übertritt liegt in jedem Jahr davor.
Der kürzeste Monat, und warum er es ist
Februar kommt von Februarius und geht auf februum zurück, ein Reinigungsmittel; im Monat fanden die Februa statt, römische Reinigungsriten. Der Name bezeichnet also keine Gottheit und keine Zahl, sondern eine Handlung – darin ist er unter den zwölf Monaten allein.
Dass er der kürzeste ist, hat einen einfachen historischen Grund: er war einmal der letzte. Der älteste römische Kalender hatte zehn Monate und begann im März; Januar und Februar wurden später angefügt, der Februar als Abschluss des Jahres. Wenn eine Kalenderrechnung nicht aufgeht, nimmt man die Tage dort weg, wo das Jahr endet – und deshalb hat der Februar achtundzwanzig Tage, während alle anderen dreißig oder einunddreißig haben.
Aus derselben Logik folgt, dass der Schalttag im Februar liegt. Er ist keine willkürliche Setzung, sondern der Rest einer Rechnung, die am Jahresende korrigiert wurde – und er ist der Grund, warum die Zeichengrenzen von Jahr zu Jahr wandern.
Der Schalttag und die wandernde Zeichengrenze
Ein Sonnenjahr dauert nicht 365 Tage, sondern etwa 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten. Der Kalender rechnet mit 365 und sammelt die Differenz: nach einem Jahr fehlen knapp sechs Stunden, nach zwei knapp zwölf, nach drei knapp achtzehn. Im vierten Jahr wird ein Tag eingeschoben, und die Rechnung ist wieder fast im Lot.
Genau dieses Muster erzeugt die Wanderung der Zeichengrenzen, die auf jeder Monatsseite dieser Website steht. Der Zeitpunkt, an dem die Sonne eine Zeichengrenze überschreitet, rückt drei Jahre in Folge um jeweils knapp sechs Stunden nach hinten und springt im Schaltjahr um fast einen ganzen Tag zurück. Über vier Jahre wiederholt sich das Bild als Sägezahn – deshalb liegt derselbe Grenztag in einem Jahrgang noch im alten und im nächsten schon im neuen Zeichen.
Weil „fast im Lot" nicht „im Lot" ist, kommt eine zweite Regel hinzu. Der julianische Kalender schaltete alle vier Jahre ohne Ausnahme und war damit um elf Minuten pro Jahr zu lang; bis zum 16. Jahrhundert hatte sich das auf zehn Tage summiert. Die gregorianische Reform von 1582 ließ diese zehn Tage aus und verfeinerte die Regel: Jahrhundertjahre sind nur dann Schaltjahre, wenn sie durch 400 teilbar sind. 1900 war deshalb keines, 2000 aber doch.
Diese eine Ausnahme ist auf mehreren Seiten dieser Website messbar. Weil im Jahr 2000 geschaltet wurde, sind die Zeichengrenzen im 21. Jahrhundert insgesamt etwas nach vorn gerutscht: der Frühlingsanfang fällt heute fast durchgehend auf den 20. März, während Kalender aus den 1970er Jahren häufig den 21. nennen, und der 20. Juni als Tag der Sommersonnenwende ist ein Phänomen der Gegenwart.
Wassermann und Fische im Februar
Bis zum 19. Februar führt die Tabelle den Wassermann, ab dem 20. die Fische. Und hier liegt eine Besonderheit, die kein anderer Monat hat.
Bei elf der zwölf Zeichen ist das Datum, das die Tabelle als Beginn nennt, einer der Tage, auf die der gemessene Übertritt überhaupt fallen kann – die Konvention markiert dort die spätestmögliche Grenze. Bei den Fischen nicht: die Tabelle nennt den 20. Februar, während der Übertritt in jedem einzelnen Jahr von 1940 bis 2035 auf den 18. oder den 19. Februar fällt. In siebenundfünfzig Jahren auf den 19., in neununddreißig auf den 18., in keinem auf den 20.
Das ist kein Fehler, sondern eine Rundung, die sich eingebürgert hat, und im Alltag ist sie brauchbar. Es heißt aber: wer am 18. oder 19. Februar geboren ist, wird von der gebräuchlichen Tabelle dem Wassermann zugeordnet, während die Sonne astronomisch schon in den Fischen stand – nicht gelegentlich, sondern in jedem Jahrgang des untersuchten Zeitraums. Bei allen anderen Zeichen weicht die Tabelle nur in einem Teil der Jahre ab; bei den Fischen tut sie es systematisch.
Für den 20. Februar und alle folgenden Tage bis zum 20. März besteht dagegen keine Unsicherheit: nach Tabelle und nach Sonnenstand sind es Fische.
Der 29. Februar
Ein Geburtstag am 29. Februar liegt zeichenmäßig eindeutig in den Fischen – der Tag ist der zehnte des Fische-Zeitraums nach Tabelle und liegt weit von jeder Grenze entfernt. Die Frage stellt sich hier also nicht.
Interessant ist der Schalttag aus einem anderen Grund: er ist der Tag, der die Wanderung der Grenzen erzeugt und selbst keine hat. Er verschiebt jeden Zeichenübertritt des folgenden Jahres um fast einen ganzen Tag nach vorn, und weil er in den Februar fällt, wirkt er auf zehn der zwölf Zeichen im gleichen Kalenderjahr – nur Wassermann und Fische, deren Grenzen davor liegen, folgen noch dem alten Stand.
Im römischen Kalender wurde er übrigens nicht angehängt, sondern eingeschoben: der 24. Februar wurde doppelt gezählt. Die heutige Form mit dem 29. als zusätzlichem Tag am Monatsende ist eine spätere Vereinfachung.
Der Monat mit dem schnellsten Zuwachs
Der Februar ist in Mitteleuropa der Monat, in dem die Tage am schnellsten länger werden. In Berlin steigt die Tageslänge von 9 Stunden 15 Minuten am 1. auf 10 Stunden 58 Minuten am 28. – ein Zuwachs von 103 Minuten in achtundzwanzig Tagen, also fast vier Minuten pro Tag.
Der Grund ist die Lage auf der Kurve. Die Höhe der Sonne über dem Äquator folgt im Jahresverlauf annähernd einer Sinuskurve, und eine Sinuskurve steigt am steilsten dort, wo sie ihre Nulllinie schneidet – an der Tagundnachtgleiche im März. Der Februar liegt unmittelbar davor, auf dem steilsten Teil des Anstiegs, und schafft dabei mehr Zuwachs pro Tag als jeder andere Monat, obwohl er der kürzeste ist.
Die Mittagshöhe der Sonne in Berlin klettert im Monat von 20,5 auf 29,6 Grad, die Deklination von −17,0 auf −7,9 Grad. Damit ist der Februar der Monat, in dem die Sonne den größten Teil ihres Weges zurück zum Äquator zurücklegt – knapp zehn Grad, mehr als in jedem anderen Monat außer dem März.
Spürbar ist das vor allem am Abend. Weil die Zeitgleichung im Februar den Sonnenuntergang zusätzlich nach hinten schiebt, verlängert sich der Abend stärker als der Morgen: der Untergang wandert im Monat um mehr als eine Stunde nach hinten, der Aufgang nur um etwa vierzig Minuten nach vorn. Der Eindruck, dass es im Februar plötzlich abends lange hell bleibt, hat also einen messbaren Grund.
Wassermann und Fische im Vergleich
Die beiden Zeichen des Februars sind dreißig und neunundzwanzig Tage lang – die Fische sind gemeinsam mit dem Schützen das kürzeste Zeichen des Jahres, weil die Erde in dieser Jahreszeit nahe ihrem sonnennächsten Punkt läuft und am schnellsten ist.
In der Systematik trägt der Wassermann Luft und fix, die Fische Wasser und veränderlich. Veränderlich heißt: das Zeichen schließt eine Jahreszeit ab, und bei den Fischen endet nicht nur der Winter, sondern die ganze Reihe – ihr letzter Tag ist der Frühlingspunkt, der Nullpunkt, von dem aus alle zwölf Abschnitte gezählt werden. Die Fische sind damit das einzige Zeichen, dessen Ende gleichzeitig der Anfang des Systems ist.
Dass ein Zeichen mit Wasser im Namen und in seinem Symbol dem Element Luft zugeordnet ist, überrascht beim Wassermann regelmäßig. Es ist kein Widerspruch, sondern zeigt, dass die vier Elemente nichts mit den Bildern zu tun haben: sie verteilen sich streng reihum, sodass jedes vierte Zeichen dasselbe trägt. Bild und Element sind zwei unabhängige Schichten desselben Systems.
Am Himmel liegt in den Fischen der Frühlingspunkt – und zwar an einer Stelle, an der kein Stern steht. Der wichtigste Bezugspunkt der Zeichenzählung ist ein rein rechnerischer Ort in einem der lichtschwächsten Sternbilder, und das ist einer der Gründe, warum die Präzession so lange unbemerkt blieb.
Die Grenze in den Nachbarmonaten
Die Grenze in diesem Monat steht nicht allein – sie ist ein Glied in einer Kette von zwölf. Im Januar davor wechselt die Sonne am 21. in den Wassermann, in diesem Monat am 20. in den Fische, im März danach am 21. in den Widder. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.
Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.
Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Fische dauert 29 Tage, der Wassermann davor 30 und der Widder danach 31. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.
Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten Januar und März nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.
Warum andere Seiten andere Daten nennen
Für den Februar zirkulieren Angaben, die den Wechsel auf den 19. oder den 20. legen. Die verbreitete deutsche Tabelle nennt den 20., und sie steht auch auf diesen Seiten. Wer den 19. wählt, liegt näher am gemessenen Sonnenstand – und in diesem einen Monat ist der Unterschied nicht eine Frage der Jahrgänge, sondern gilt für alle.
Dazu kommt wie überall die Zeitzone. Ein Zeichenwechsel ist ein Moment, kein Datum; auf welchen Kalendertag er fällt, hängt davon ab, wo gerechnet wird. Alle Zeiten hier gelten für Mitteleuropa, im Februar in Normalzeit.
Das Datum im Februar und der Wechsel im Jahreslauf
Sternzeichen Februar heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der Januar, danach der März. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im Februar für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen Februar für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.
Häufige Fragen
Fragen zum Februar
Welches Sternzeichen hat man im Februar?
Bis zum 19. Februar Wassermann, ab dem 20. Februar Fische. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 18., 19. Februar.
Welches Zeichen gilt am 18. Februar?
Nach der gebräuchlichen Tabelle Wassermann. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Fische. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.
Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den Februar?
Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den Februar ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 18., 19. Februar, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.