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Geburtsmonat Oktober

Sternzeichen Oktober: Waage oder Skorpion, das Datum und der Wechsel

Welches Sternzeichen im Oktober gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 23. Waage, ab dem 24. Skorpion. Im Oktober liegen damit zwei Zeichen: bis zum 23. Waage, ab dem 24. Skorpion. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 22., 23., 24. Oktober.

Gedruckte Ephemeridentafel mit Messkante: die Zahlenkolonnen, aus denen die Zeitpunkte kommen. (mit AI erstelltes Bild) AI
Abb. 1Gedruckte Ephemeridentafel mit Messkante: die Zahlenkolonnen, aus denen die Zeitpunkte kommen.Mit AI erstelltes Bild

Sternzeichen Oktober: wo die Grenze wirklich liegt

Wer nach Sternzeichen Oktober sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 23. und dem 24. Oktober. Den Beginn des Zeichens Skorpion erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Skorpion; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Waage.

Abb. 2Der Grenzbereich im Oktober. Oben die Tage nach der Tabelle, unten der berechnete Zeitpunkt des Wechsels für die Jahre 2020 bis 2030.
Waage19. Waage20. Waage21. Waage22. Waage23. Skorpion24. Skorpion25. Skorpion26. Skorpion27. Skorpion28.
Grenzzone
2020 23. Okt., 00:52 CEST
2021 23. Okt., 06:44 CEST
2022 23. Okt., 12:30 CEST
2023 23. Okt., 18:17 CEST
2024 23. Okt., 00:13 CEST – dicht an Mitternacht
2025 23. Okt., 05:51 CEST
2026 23. Okt., 11:41 CEST
2027 23. Okt., 17:37 CEST
2028 22. Okt., 23:19 CEST
2029 23. Okt., 05:14 CEST
2030 23. Okt., 11:06 CEST

Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.

Für Geburtstage vom 1. bis zum 21. Oktober ist die Antwort eindeutig Waage, vom 25. bis zum 31. Oktober ebenso eindeutig Skorpion. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.

Abb. 3 Auf welchen Kalendertag der Übertritt in Skorpion fällt, ausgezählt über die Jahre 1940 bis 2035.
22. Oktober 2 von 96
23. Oktober 78 von 96
24. Oktober (Tabelle) 16 von 96

Der Tabellentag ist einer der möglichen Übertrittstage; die Konvention markiert damit die spätere Grenze.

Der Monat, der die Acht im Namen trägt

Oktober kommt von octo, der lateinischen Acht – und das passt nicht, denn er ist der zehnte Monat. Der Widerspruch ist kein Fehler, sondern ein Rest: der römische Kalender begann im März, und von dort aus gezählt war dieser Monat tatsächlich der achte. Dasselbe gilt für September, November und Dezember, die sieben, neun und zehn im Namen tragen und heute an neunter, elfter und zwölfter Stelle stehen.

Als der Jahresanfang um 153 vor unserer Zeit auf den Januar verlegt wurde, rutschten alle Monate um zwei Stellen nach hinten, und die Zahlnamen blieben. Zwei der betroffenen Monate wurden später umbenannt – aus Quintilis, dem fünften, wurde Iulius nach Iulius Caesar, aus Sextilis der Augustus. Bei den vier Zahlnamen am Jahresende hat das niemand getan, und deshalb steckt in ihnen bis heute ein Kalender, den es seit über zweitausend Jahren nicht mehr gibt.

Für die Sternzeichen ist das mehr als eine Anekdote, weil es dieselbe Verschiebung sichtbar macht, die auch die Zeichenreihe erklärt. Die zwölf Zeichen beginnen nicht im Januar, sondern mit dem Widder im März – und zwar aus einem sachlichen Grund: der Frühlingspunkt liegt dort. Der römische Jahresanfang im März und der Anfang der Zeichenreihe im März haben denselben Ursprung. Verschoben wurde nur der Kalender.

Was im Oktober am Himmel passiert

Der Oktober ist der Monat mit dem zweitstärksten Rückgang der Tageslänge im Jahr, nach dem September. In Berlin verkürzt sich der Tag um eine Stunde und achtundfünfzig Minuten – von 11 Stunden 46 Minuten am 1. Oktober auf 9 Stunden 49 Minuten am 31. Der Grund ist derselbe, aus dem der Frühling so schnell heller wird: nahe der Tagundnachtgleiche ändert sich die Höhe der Sonne am schnellsten, und der Oktober liegt unmittelbar dahinter.

Dazu kommt in Deutschland die Umstellung auf die Normalzeit am letzten Sonntag des Monats. Sie verkürzt den Tag nicht, sondern verschiebt ihn: die Uhren gehen eine Stunde zurück, es wird morgens früher hell und abends deutlich früher dunkel. Der Eindruck, dass es Ende Oktober „plötzlich" Winter wird, entsteht genau hier – nicht am Himmel, sondern an der Uhr.

Für die Zeichengrenze hat die Zeitumstellung eine praktische Folge, die man kennen muss, wenn man Uhrzeiten vergleicht: der Übertritt der Sonne in den Skorpion liegt vor dem Umstellungstermin und wird deshalb in Mitteleuropäischer Sommerzeit angegeben. Wer eine Quelle liest, die dieselbe Zeit in Normalzeit nennt, findet einen Wert, der eine Stunde früher liegt – dieselbe Uhrzeit ist gemeint. Ohne Angabe der Zeitzone ist eine Uhrzeit für einen Zeichenwechsel nicht überprüfbar.

Am Nachthimmel ist der Oktober der Monat, in dem die Herbststernbilder hoch stehen: das große Viereck des Pegasus im Süden, darunter die schwachen Fische, im Osten der aufgehende Stier mit den Plejaden. Aus dem Sternbild Orion kommt in der zweiten Monatshälfte der Meteorstrom der Orioniden, dessen Teilchen – wie die der Eta-Aquariiden im Mai – aus der Staubbahn des Kometen Halley stammen.

Waage und Skorpion sind ungleich groß am Himmel

Die beiden Zeichen, die sich den Oktober teilen, sind als Zeichen exakt gleich lang: dreißig Grad, dreißig Tage. Als Sternbilder sind sie das Gegenteil von gleich, und dahinter steckt eine der wenigen dokumentierten Änderungen am Tierkreis.

Die Waage war in der Antike kein eigenes Sternbild, sondern der Scherenbereich des Skorpions. Die beiden Sterne, die heute die Waagschalen markieren, heißen bis heute Zubeneschamali und Zubenelgenubi – „die nördliche Schere" und „die südliche Schere". Erst in römischer Zeit setzte sich die Waage als eigene Figur durch, und der Skorpion verlor damit ein Drittel seiner Ausdehnung.

Die Folge ist heute messbar. Die Sonne durchläuft das Sternbild Skorpion in etwa einer Woche – der kürzeste Durchgang durch ein Tierkreissternbild überhaupt – und die Jungfrau am anderen Ende der Skala in mehr als sechs Wochen. Genau deshalb wurden die Zeichen nie an die Sternbilder gebunden: ein Zeitmaß braucht gleich lange Abschnitte, und die Sternbilder liefern sie nicht.

Wer im Oktober an einem klaren Abend nach Süden schaut, sieht die Trennung übrigens noch: die beiden Scherensterne der Waage stehen tief über dem Horizont, rechts von der Stelle, an der Antares im Sommer stand. Der Schnitt zwischen den beiden Sternbildern ist eine der wenigen Stellen am Himmel, an denen man einer historischen Entscheidung direkt zusehen kann.

Welches Sternzeichen im Oktober gilt

Wer wissen will, welches Sternzeichen im Oktober gilt, bekommt zwei Namen: die Waage bis zum 23., den Skorpion ab dem 24. Sternzeichen Oktober heißt deshalb immer eine Auskunft über zwei Zeichen und über die Linie zwischen ihnen – und diese Linie ist der einzige Teil der Antwort, der sich von Jahr zu Jahr verschiebt.

Das Sternzeichen im Oktober lässt sich damit in einem Satz sagen und in einem zweiten genauer machen. Der Satz für den Alltag: Sternzeichen Oktober bedeutet Waage oder Skorpion, getrennt durch den 24. Wer nach Sternzeichen Oktober sucht und ein Datum vor dem 24. im Kopf hat, ist bei der Waage. Der genauere: an den drei Tagen um die Grenze entscheidet das Geburtsjahr, weil der berechnete Übertritt in manchen Jahrgängen schon einen oder zwei Tage früher liegt.

Was für Geburtstage am 22., 23. und 24. Oktober gilt

Für die weitaus meisten Tage des Monats ist die Zuordnung eindeutig, und die Tabelle genügt. Interessant sind nur die drei Tage um den Wechsel, und dort lohnt es sich, genau zu sein.

Der 23. Oktober ist der Tag, auf den der Übertritt in achtundsiebzig der sechsundneunzig untersuchten Jahre fällt. Wer an diesem Tag geboren ist, wird von der gebräuchlichen Tabelle der Waage zugeordnet, stand astronomisch aber in der großen Mehrheit der Jahrgänge schon im Skorpion – je nach Geburtsstunde. Hier entscheidet nicht nur das Jahr, sondern auch die Uhrzeit: liegt der Übertritt um 11:32 und die Geburt um 9:00, ist es Waage; liegt die Geburt um 14:00, ist es Skorpion.

Der 22. Oktober ist der Randfall: er kommt in nur zwei der sechsundneunzig Jahre vor, wenn der Übertritt in die spätesten Abendstunden des Vortages rutscht. Und der 24. Oktober, den die Tabelle als ersten Skorpion-Tag nennt, ist der Übertrittstag in sechzehn Jahren – für alle übrigen Jahrgänge war die Sonne an diesem Datum längst im Skorpion. Für den 24. besteht damit keine Unsicherheit in der Sache: nach Tabelle und nach Sonnenstand ist es Skorpion.

Praktisch heißt das: nur der 22. und der 23. Oktober sind Grenztage, und nur an ihnen weicht die Tabelle in einem Teil der Jahrgänge vom Sonnenstand ab. Die Aufstellung weiter oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass die Frage für ein konkretes Geburtsdatum beantwortbar ist.

Von vierunddreißig auf dreiundzwanzig Grad

Im Oktober fällt die Mittagshöhe der Sonne in Berlin von 34,2 auf 23,3 Grad, die Deklination von −3,3 auf −14,2 Grad. Das ist nach dem September der zweitstärkste Rückgang des Jahres, und er ist der Grund, warum sich der Oktober am Anfang und am Ende so verschieden anfühlt.

Bei 34 Grad Sonnenhöhe verteilt sich die Strahlung auf etwa das Eineindreiviertelfache der Fläche, die sie bei senkrechtem Einfall bedecken würde; bei 23 Grad auf das Zweieinhalbfache. Dazu kommt der längere Weg durch die Atmosphäre. Die Einstrahlung am Monatsende beträgt damit nur noch etwa die Hälfte des Werts vom Monatsanfang – bei gleichzeitig zwei Stunden weniger Tageslicht.

Der Oktober ist außerdem der Monat, in dem die astronomische Dämmerung wieder früh endet und lange dunkle Nächte zur Verfügung stehen, ohne dass es schon so kalt wäre wie im Winter. In der Beobachtungspraxis gilt er deshalb als einer der besten Monate des Jahres. Am Abendhimmel stehen die Herbstfiguren hoch – das Viereck des Pegasus, die Andromeda mit der Galaxie, die als schwacher Fleck mit dem bloßen Auge zu sehen ist – und im Osten geht bereits der Stier mit den Plejaden auf.

Für die Zeichengrenze ist der Oktober insofern besonders, als der Übertritt in den Skorpion vor der Zeitumstellung liegt und deshalb in Sommerzeit angegeben wird, während die zweite Monatshälfte in Normalzeit läuft. Wer Uhrzeiten aus verschiedenen Quellen vergleicht, muss also nicht nur auf die Zeitzone, sondern auch auf den Umstellungstermin achten – eine Angabe wie „05:43" bedeutet in Sommerzeit einen anderen Moment als in Normalzeit.

Waage und Skorpion in der Systematik

Die beiden Zeichen des Oktobers sind gleich lang – dreißig Tage – und gehören zu verschiedenen Gruppen. Die Waage trägt das Element Luft und die Qualität kardinal, der Skorpion Wasser und fix. Kardinal heißt: das Zeichen eröffnet eine Jahreszeit, und bei der Waage ist das wörtlich, ihr erster Tag ist die Herbst-Tagundnachtgleiche. Fix heißt: das Zeichen sitzt in der Mitte, und der Skorpion liegt im Kern des Herbstes.

Als herrschende Planeten gelten Venus für die Waage und Pluto für den Skorpion, in der älteren Überlieferung Mars. Der Wechsel hat ein Datum: Pluto wurde 1930 entdeckt, und die Zuordnung folgte der Entdeckung. Dass die Internationale Astronomische Union Pluto 2006 als Zwergplaneten neu einordnete, hat an der astrologischen Zuordnung nichts geändert – ein Hinweis darauf, dass die beiden Systeme unabhängig voneinander arbeiten.

Die Waage ist außerdem das einzige der zwölf Zeichen, das weder ein Tier noch einen Menschen darstellt, sondern ein Gerät. Der Grund ist der Sonnenstand: an der Tagundnachtgleiche stehen Tag und Nacht im Gleichgewicht, und ein Balken mit zwei gleich beladenen Schalen ist das nächstliegende Bild dafür. Der römische Name Libra bezeichnete zugleich das Wägegerät und eine Gewichtseinheit, das römische Pfund – dessen Kürzel als lb bis heute in Gebrauch ist.

Was der Oktober über das ganze System zeigt

Kein anderer Monat führt so viele der Eigenheiten zusammen, um die es auf diesen Seiten geht, und deshalb lohnt es, sie am Ende noch einmal nebeneinanderzustellen.

Der Name des Monats trägt eine Zahl, die nicht stimmt, weil ein Kalender seinen Anfang verschoben hat – und die Zeichenreihe beginnt bis heute dort, wo dieser Kalender einmal begann. Die beiden Sternbilder des Monats sind ungleich groß, weil eines vom anderen abgetrennt wurde, während die beiden Zeichen exakt gleich lang sind. Die Zeichengrenze fällt in achtundsiebzig von sechsundneunzig Jahren auf einen anderen Tag als den, den die Tabelle nennt. Und die Uhrzeiten, mit denen man das nachprüfen könnte, hängen von der Zeitzone und in diesem Monat zusätzlich von der Zeitumstellung ab.

Alle vier Punkte haben dieselbe Struktur: eine Konvention, die praktisch ist, und eine Messung, die genauer ist, und beide sind für ihren Zweck richtig. Wer die Frage nach dem Sternzeichen für einen Oktober-Geburtstag beantworten will, braucht in den meisten Fällen nur die Konvention. Wer an einem der beiden Grenztage geboren ist, braucht die Messung – und dafür steht sie hier.

Die Grenze in den Nachbarmonaten

Die Grenze in diesem Monat steht nicht allein – sie ist ein Glied in einer Kette von zwölf. Im September davor wechselt die Sonne am 24. in den Waage, in diesem Monat am 24. in den Skorpion, im November danach am 23. in den Schütze. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.

Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.

Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Skorpion dauert 30 Tage, der Waage davor 30 und der Schütze danach 29. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.

Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten September und November nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.

Der Oktober im Nachthimmel

Für die Beobachtung ist der Oktober einer der besten Monate des Jahres, und das hat einen einfachen Grund: die Nächte sind schon lang und noch nicht winterlich kalt, und die Luft ist nach Frontdurchgängen oft klar. Was am Abendhimmel steht, ist außerdem eine der lohnendsten Regionen überhaupt.

Hoch im Süden steht das große Viereck des Pegasus, das als Wegweiser für die ganze Herbstregion taugt. Von seiner nordöstlichen Ecke führt eine Kette heller Sterne zur Andromeda, und dort liegt die Andromedagalaxie – bei dunklem Himmel als schwacher ovaler Fleck mit dem bloßen Auge zu sehen und damit das fernste Objekt, das ein Mensch ohne Gerät wahrnehmen kann. Unterhalb des Vierecks liegen die Fische, in denen der Frühlingspunkt sitzt: der Nullpunkt, von dem aus alle zwölf Zeichen gezählt werden, an einer Stelle, an der nichts zu sehen ist.

Im Osten geht im Laufe des Abends der Stier auf, mit Aldebaran und den Plejaden – dem Sternhaufen, der über Jahrtausende als Kalenderzeichen diente, weil sein erstes Erscheinen in der Morgendämmerung den Beginn oder das Ende der Feldarbeit markierte. Wer den Oktoberhimmel von Süden nach Osten abfährt, sieht damit in einer einzigen Nacht die beiden Orte, an denen die Zeichenzählung ihren rechnerischen Nullpunkt und ihren ältesten praktischen Anker hat.

In der zweiten Monatshälfte hat außerdem der Meteorstrom der Orioniden sein Maximum. Seine Teilchen stammen aus derselben Staubbahn wie die der Eta-Aquariiden im Mai – beide gehen auf den Kometen Halley zurück, dessen Bahn die Erde zweimal im Jahr kreuzt. Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass zwei Ereignisse in verschiedenen Monaten und aus verschiedenen Himmelsrichtungen dieselbe Ursache haben können.

Sternzeichen Oktober: das Datum und der Zeitpunkt des Wechsels

Der Übertritt in den Skorpion fällt in den Jahren 1940 bis 2035 zwei Mal auf den 22., achtundsiebzig Mal auf den 23. und sechzehn Mal auf den 24. Oktober. In drei dieser Jahre liegt er näher als eine Viertelstunde an Mitternacht – für diese Jahrgänge wird hier kein Kalendertag behauptet, weil die Rechnung selbst auf etwa drei Minuten genau ist und die Zuordnung damit innerhalb ihrer eigenen Unsicherheit läge. Es sind genau die Fälle, in denen eine Quelle, die eine Uhrzeit auf die Minute nennt, mehr behauptet, als sie wissen kann.

Die Zeitumstellung und der Zeichenwechsel

Der Oktober ist einer von zwei Monaten, in denen in Deutschland die Uhr umgestellt wird, und der einzige, in dem das für einen Zeichenwechsel eine Rolle spielt. Der Übertritt in den Skorpion liegt vor dem Umstellungstermin am letzten Sonntag des Monats und wird deshalb in Mitteleuropäischer Sommerzeit angegeben. Eine Quelle, die denselben Moment in Normalzeit nennt, gibt eine Uhrzeit an, die eine Stunde früher liegt – gemeint ist derselbe Zeitpunkt. Wer zwei Angaben vergleicht und eine Stunde Differenz findet, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei Zeitrechnungen verglichen und nicht zwei verschiedene Rechnungen.

Warum andere Seiten andere Daten nennen

Für den Oktober zirkulieren mehrere Datumsangaben, und die Unterschiede haben nachvollziehbare Gründe. Die verbreitetste deutsche Tabelle nennt Waage bis 23. und Skorpion ab 24. Oktober; eine zweite, ebenfalls häufige Variante setzt die Grenze einen Tag früher, also Waage bis 22. und Skorpion ab 23.

Beide sind vertretbar, und die zweite liegt näher am gemessenen Sonnenstand – der Übertritt fällt in achtundsiebzig von sechsundneunzig Jahren auf den 23. Wer diese Variante wählt, trifft also häufiger zu, weicht aber von der Angabe ab, die im deutschsprachigen Raum die verbreitetere ist und mit der die meisten Leser aufgewachsen sind.

Auf diesen Seiten steht die verbreitete Tabelle, weil sie die Frage beantwortet, die gestellt wird, und weil eine Referenz nicht dadurch besser wird, dass sie von allen anderen abweicht. Was hinzukommt, ist die Angabe, wo sie vom Sonnenstand abweicht und um wie viel – nicht als Korrektur, sondern als die Information, die in den meisten Tabellen fehlt.

Eine dritte Quelle von Abweichungen sind Zeitzonen. Eine Uhrzeit ohne Zeitzone ist für einen Zeichenwechsel unbrauchbar, weil der Übertritt ein Moment ist und der Kalendertag davon abhängt, wo man steht: fällt er auf 00:30 Mitteleuropäischer Zeit, ist es in London noch der Vortag. Alle Zeiten hier gelten für Mitteleuropa.

Das Datum im Oktober und der Wechsel im Jahreslauf

Sternzeichen Oktober heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der September, danach der November. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im Oktober für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen Oktober für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.

Häufige Fragen

Fragen zum Oktober

Welches Sternzeichen hat man im Oktober?

Bis zum 23. Oktober Waage, ab dem 24. Oktober Skorpion. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 22., 23., 24. Oktober.

Welches Zeichen gilt am 22. Oktober?

Nach der gebräuchlichen Tabelle Waage. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Skorpion. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.

Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den Oktober?

Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den Oktober ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 22., 23., 24. Oktober, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.