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Geburtsmonat März

Sternzeichen März: Fische oder Widder, das Datum und der Wechsel

Welches Sternzeichen im März gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 20. Fische, ab dem 21. Widder. Im März liegen damit zwei Zeichen: bis zum 20. Fische, ab dem 21. Widder. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 20., 21. März.

Sonnenaufgang genau in der Achse des Weges: um die Tagundnachtgleiche geht die Sonne im Osten auf. (mit AI erstelltes Bild) AI
Abb. 1Sonnenaufgang genau in der Achse des Weges: um die Tagundnachtgleiche geht die Sonne im Osten auf.Mit AI erstelltes Bild
Fische
1.–20. März
Wechsel20.–21. Mär.je nach Jahr
Widder
21.–31. März

Sternzeichen März: wo die Grenze wirklich liegt

Wer nach Sternzeichen März sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 20. und dem 21. März. Den Beginn des Zeichens Widder erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Widder; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Fische.

Abb. 2Der Grenzbereich im März. Oben die Tage nach der Tabelle, unten der berechnete Zeitpunkt des Wechsels für die Jahre 2020 bis 2030.
Fische16. Fische17. Fische18. Fische19. Fische20. Widder21. Widder22. Widder23. Widder24. Widder25.
Grenzzone
2020 20. Mär., 04:42 CET
2021 20. Mär., 10:30 CET
2022 20. Mär., 16:27 CET
2023 20. Mär., 22:20 CET
2024 20. Mär., 04:04 CET
2025 20. Mär., 10:01 CET
2026 20. Mär., 15:48 CET
2027 20. Mär., 21:29 CET
2028 20. Mär., 03:23 CET
2029 20. Mär., 09:08 CET
2030 20. Mär., 14:58 CET

Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.

Für Geburtstage vom 1. bis zum 19. März ist die Antwort eindeutig Fische, vom 22. bis zum 31. März ebenso eindeutig Widder. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.

Abb. 3 Auf welchen Kalendertag der Übertritt in Widder fällt, ausgezählt über die Jahre 1940 bis 2035.
20. März 66 von 96
21. März (Tabelle) 30 von 96

Der Tabellentag ist einer der möglichen Übertrittstage; die Konvention markiert damit die spätere Grenze.

Der Monat, mit dem das Jahr einmal begann

März kommt von Martius, dem Monat des Mars, und war im ältesten römischen Kalender der erste Monat des Jahres. Von ihm aus gezählt ergeben die Zahlnamen der letzten vier Monate wieder Sinn: September ist der siebte, Oktober der achte, November der neunte, Dezember der zehnte.

Dass ein Jahr im März beginnt, hatte praktische Gründe – die Feldarbeit und die Feldzüge begannen im Frühjahr, und der Mars war der Gott, der für beides zuständig war. Erst um 153 vor unserer Zeit wurde der Amtsbeginn der Konsuln auf den 1. Januar verlegt, und der März rutschte auf den dritten Platz. In einigen europäischen Regionen hielt sich der Jahresanfang im März allerdings noch bis in die Neuzeit: in England begann das Rechtsjahr bis 1752 am 25. März.

Die Reihe der Sternzeichen beginnt bis heute in diesem Monat, und zwar aus einem Grund, der nicht auf Übereinkunft beruht: hier liegt der Frühlingspunkt, der Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator, von dem aus alle zwölf Abschnitte gezählt werden. Der März ist damit der einzige Monat, in dem Kalendergeschichte und Astronomie denselben Anfang bezeichnen.

Fische und Widder im März

Bis zum 20. März führt die Tabelle die Fische, ab dem 21. den Widder. Dieser Wechsel ist der Nullpunkt des ganzen Systems – der Moment, in dem die Sonne den Himmelsäquator überschreitet, ihre Deklination null wird und die astronomische Länge auf der Ekliptik von 360 auf 0 Grad springt.

Alles andere folgt daraus durch Arithmetik: dreißig Grad weiter beginnt der Stier, sechzig Grad weiter die Zwillinge, und so fort. Der Widder ist deshalb das einzige Zeichen, dessen Definition nicht aus der Einteilung folgt, sondern sie begründet.

Am Himmel liegt hier eine Merkwürdigkeit. Der Frühlingspunkt heißt in der älteren Literatur Widderpunkt und wird bis heute mit dem Widdersymbol bezeichnet – aber er liegt seit etwa dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeit nicht mehr im Sternbild Widder, sondern in den Fischen. Die Präzession, das Taumeln der Erdachse mit einer Periode von rund 25.800 Jahren, hat ihn dorthin verschoben, mit etwa einem Grad in siebzig Jahren. In einigen Jahrhunderten wird er den Wassermann erreichen – das ist der reale Kern der Rede vom „Wassermann-Zeitalter".

Für die Zeichen ändert das nichts. Sie sind vom Frühlingspunkt aus definiert und mit ihm gewandert; die gebräuchliche Tabelle stimmt weiterhin exakt mit dem Sonnenstand überein. Wer liest, „eigentlich" sei jeder ein Zeichen weiter, verwechselt das tropische mit dem siderischen System.

Was für Geburtstage am 20. und 21. März gilt

Die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche fällt in den Jahren 1940 bis 2035 auf den 20. oder den 21. März – nur zwei mögliche Tage, eine der engsten Verteilungen des Jahres. Über den ganzen Zeitraum führt der 20. mit sechsundsechzig gegen dreißig Fälle.

Die Verteilung hat sich dabei verschoben: in den Jahren 1940 bis 1999 verteilte sich der Übertritt noch fast gleichmäßig, dreiunddreißig Mal auf den 20. und siebenundzwanzig Mal auf den 21. Ab 2000 fällt er dreiunddreißig Mal auf den 20. und nur noch drei Mal auf den 21. Ursache ist die gregorianische Schaltregel – das Jahr 2000 war als durch 400 teilbares Jahrhundertjahr ein Schaltjahr, wodurch die Ereignisse insgesamt nach vorn gerutscht sind. Wer in einem Kalender aus den 1970er Jahren nachsieht, findet deshalb noch häufig den 21. März als Frühlingsanfang, während heutige Kalender fast durchgehend den 20. nennen.

Für die Praxis heißt das: der 20. März ist ein Grenztag. Wer an ihm geboren ist, wird von der Tabelle den Fischen zugeordnet, stand astronomisch aber in etwa zwei von drei Jahrgängen – und in der Gegenwart fast immer – bereits im Widder. Für den 21. März und alle folgenden Tage bis zum 20. April besteht keine Unsicherheit.

Der Monat, in dem die Sonne den Äquator überschreitet

Der März ist der einzige Monat, in dem die Deklination der Sonne ihr Vorzeichen wechselt: sie wandert in Berlin gerechnet von −7,5 Grad am 1. auf +4,3 Grad am 31. Zwischen diesen beiden Werten liegt die Null, und dieser Nulldurchgang ist die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche – die Zeichengrenze zwischen Fischen und Widder.

Damit passiert der März als einziger Monat auch die Zwölf-Stunden-Grenze bei der Tageslänge. In Berlin steigt sie von 11 Stunden 2 Minuten am 1. auf 13 Stunden 5 Minuten am 31. – ein Zuwachs von 123 Minuten, der größte des ganzen Jahres. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im selben Zeitraum von 30,0 auf 41,8 Grad zu.

Bemerkenswert ist, dass der Tag der Tagundnachtgleiche nicht der Tag mit zwölf Stunden Licht ist. In Berlin dauert er etwa zwölf Stunden und neun Minuten, weil als Sonnenaufgang der Moment gilt, in dem der obere Rand der Scheibe den Horizont berührt, und weil die Atmosphäre das Bild der Sonne um gut einen halben Grad anhebt. Der Termin, an dem Tag und Nacht wirklich gleich lang sind, liegt in Mitteleuropa einige Tage vor der Tagundnachtgleiche – im Frühjahr also Mitte März.

Ende März wird außerdem die Uhr auf Sommerzeit umgestellt. Sie verändert die Tageslänge nicht, verschiebt aber alle Uhrzeiten um eine Stunde: der Sonnenuntergang springt scheinbar von etwa 19:30 auf 20:30. Für die Zeichengrenze heißt das, dass der Übertritt in den Widder vor der Umstellung liegt und deshalb in Normalzeit angegeben wird – ein Detail, das man kennen muss, wenn man Uhrzeiten aus verschiedenen Quellen vergleicht.

Fische und Widder im Vergleich

Die beiden Zeichen des Märzes sind neunundzwanzig und einunddreißig Tage lang, und sie stehen an der Nahtstelle der Reihe: die Fische sind das letzte, der Widder das erste Zeichen. Ihr gemeinsamer Grenzpunkt ist der Frühlingspunkt.

In der Systematik tragen die Fische Wasser und veränderlich, der Widder Feuer und kardinal. Kardinal heißt: das Zeichen eröffnet eine Jahreszeit, und beim Widder eröffnet es zugleich das ganze System. Als herrschende Planeten gelten Neptun für die Fische – in der älteren Überlieferung Jupiter – und Mars für den Widder, der damit heute das einzige Mars-Zeichen ist, nachdem der Skorpion Pluto erhalten hat.

Am Himmel sind beide Sternbilder unauffällig, und das ist bemerkenswert, weil ihre Bedeutung nichts mit ihrer Sichtbarkeit zu tun hat. Der Widder war in der Antike prominent, weil der Frühlingspunkt in ihm lag; seit etwa dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeit liegt er in den Fischen, und der Widder behielt nur das Symbol, mit dem der Punkt bis heute bezeichnet wird. Die beiden Zeichen dieses Monats haben also die Rolle getauscht, ohne dass eines von beiden etwas dafür getan hätte.

Für die Zuordnung eines Geburtstags verlangt der März nur an einem Tag mehr als das Datum: der 20. März ist der Grenztag, an dem das Geburtsjahr entscheidet.

Die Grenze in den Nachbarmonaten

Ein Blick auf die Nachbarmonate macht sichtbar, dass die Zeichengrenzen einer Regel folgen und nicht dem Kalender. Im Februar davor wechselt die Sonne am 20. in den Fische, in diesem Monat am 21. in den Widder, im April danach am 21. in den Stier. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.

Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.

Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Widder dauert 31 Tage, der Fische davor 29 und der Stier danach 30. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.

Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten Februar und April nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.

Der Frühlingspunkt und das Osterdatum

Von der Zeichengrenze dieses Monats hängt eine ganze Reihe beweglicher Feiertage ab. Ostern fällt auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond, der auf oder nach die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgt – und damit auf ein Datum, das jedes Jahr neu bestimmt wird. Die kirchliche Rechnung benutzt allerdings weder die gemessene Tagundnachtgleiche noch den beobachteten Vollmond: sie setzt als Tagundnachtgleiche fest den 21. März und rechnet mit einem aus Tabellen abgeleiteten Vollmond. Beides ist gewollt, weil ein Feiertag nicht davon abhängen darf, wo jemand steht und ob es dort bewölkt ist. Es ist dieselbe Entscheidung, die auch die Sternzeichentabelle trifft: eine feste Zahl statt einer Messung, aus Gründen der Handhabbarkeit.

Warum andere Seiten andere Daten nennen

Beim Frühlingsanfang gehen die Angaben besonders häufig auseinander, und die Ursache ist meist das Alter der Quelle: eine Tabelle aus der Mitte des 20. Jahrhunderts nennt eher den 21. März, eine heutige den 20. Beides war zu seiner Zeit richtig.

Dazu kommt, dass beim Frühlingsanfang – wie beim Sommer- und Winteranfang – drei Definitionen im Umlauf sind. Der astronomische Frühling beginnt mit der Tagundnachtgleiche, der meteorologische am 1. März, weil Statistiken ganze Monate brauchen, und der phänologische richtet sich nach der Vegetation, etwa der Blüte der Haselnuss, und fällt je nach Jahr und Region auf ein anderes Datum. Nur die erste Definition hat einen exakten Zeitpunkt, und nur sie bestimmt die Zeichengrenze.

Das Datum im März und der Wechsel im Jahreslauf

Sternzeichen März heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der Februar, danach der April. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im März für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen März für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.

Häufige Fragen

Fragen zum März

Welches Sternzeichen hat man im März?

Bis zum 20. März Fische, ab dem 21. März Widder. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 20., 21. März.

Welches Zeichen gilt am 20. März?

Nach der gebräuchlichen Tabelle Fische. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Widder. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.

Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den März?

Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den März ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 20., 21. März, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.