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Geburtsmonat November

Sternzeichen November: Skorpion oder Schütze, Datum und Wechsel

Welches Sternzeichen im November gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 22. Skorpion, ab dem 23. Schütze. Im November liegen damit zwei Zeichen: bis zum 22. Skorpion, ab dem 23. Schütze. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 21., 22., 23. November.

Novembersonne als blasse Scheibe: der Mittagsstand ist auf rund 21 Grad gefallen. (mit AI erstelltes Bild) AI
Abb. 1Novembersonne als blasse Scheibe: der Mittagsstand ist auf rund 21 Grad gefallen.Mit AI erstelltes Bild

Sternzeichen November: wo die Grenze wirklich liegt

Wer nach Sternzeichen November sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 22. und dem 23. November. Den Beginn des Zeichens Schütze erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Schütze; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Skorpion.

Abb. 2Der Grenzbereich im November. Oben die Tage nach der Tabelle, unten der berechnete Zeitpunkt des Wechsels für die Jahre 2020 bis 2030.
Skorpion18. Skorpion19. Skorpion20. Skorpion21. Skorpion22. Schütze23. Schütze24. Schütze25. Schütze26. Schütze27.
Grenzzone
2020 21. Nov., 21:32 CET
2021 22. Nov., 03:27 CET
2022 22. Nov., 09:15 CET
2023 22. Nov., 14:59 CET
2024 21. Nov., 20:55 CET
2025 22. Nov., 02:36 CET
2026 22. Nov., 08:26 CET
2027 22. Nov., 14:21 CET
2028 21. Nov., 20:00 CET
2029 22. Nov., 01:55 CET
2030 22. Nov., 07:50 CET

Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.

Für Geburtstage vom 1. bis zum 20. November ist die Antwort eindeutig Skorpion, vom 24. bis zum 30. November ebenso eindeutig Schütze. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.

Abb. 3 Auf welchen Kalendertag der Übertritt in Schütze fällt, ausgezählt über die Jahre 1940 bis 2035.
21. November 7 von 96
22. November 81 von 96
23. November (Tabelle) 8 von 96

Der Tabellentag ist einer der möglichen Übertrittstage; die Konvention markiert damit die spätere Grenze.

Der Monat, der die Neun im Namen trägt

November kommt von novem, der lateinischen Neun, und ist der elfte Monat. Wie bei September, Oktober und Dezember ist der Zahlname ein Überrest des römischen Kalenders, dessen Jahr im März begann – von dort gezählt war dieser Monat der neunte.

Als der Jahresanfang um 153 vor unserer Zeit auf den Januar verlegt wurde, verschoben sich alle Monate um zwei Stellen. Zwei der Zahlnamen wurden später durch Personennamen ersetzt, Quintilis wurde Iulius und Sextilis Augustus; die vier am Jahresende blieben. Es gab Versuche, auch sie zu ändern – der Senat bot Tiberius an, den November nach ihm zu benennen, was er ablehnte, und Domitian benannte September und Oktober zeitweise nach sich, was nach seinem Tod rückgängig gemacht wurde. Die Zahlnamen haben sich also gegen mehrere Anläufe gehalten.

Die Reihe der Sternzeichen beginnt aus demselben historischen Grund im März – dort liegt der Frühlingspunkt, der Nullpunkt der Zählung. Der Unterschied ist, dass die Zeichenreihe ihren Anfang nie verschoben hat.

Der dunkelste Übergang des Jahres

Im November verliert Berlin noch eine Stunde und neunundzwanzig Minuten Tageslicht, von 9 Stunden 45 Minuten am 1. auf 8 Stunden 16 Minuten am 30. Der Rückgang ist damit deutlich flacher als im Oktober – die Sonne nähert sich ihrem Umkehrpunkt, und je näher sie ihm kommt, desto weniger ändert sich ihre Höhe von Tag zu Tag.

Was den Monat trotzdem als besonders dunkel erscheinen lässt, ist nicht die Tageslänge, sondern die Bewölkung. Der November ist in Deutschland im langjährigen Mittel der Monat mit der geringsten Sonnenscheindauer – nicht, weil die Tage am kürzesten wären (das ist der Dezember), sondern weil sich in dieser Jahreszeit häufig flache Hochdrucklagen mit langlebigen Hochnebelfeldern einstellen. Die verfügbaren Stunden werden also zusätzlich verdeckt.

Am Nachthimmel ist der November ein guter Monat: die Sommerdunst-Saison ist vorbei, es wird früh dunkel, und die Wintersternbilder gehen bereits am Abend auf. Um den 17. hat der Meteorstrom der Leoniden sein Maximum, der aus dem Sternbild Löwe zu kommen scheint – ein guter Anlass, sich zu erinnern, dass ein Meteorstrom nach der Himmelsrichtung und nicht nach dem Zeitpunkt benannt ist: mit dem Zeichen Löwe im Juli und August hat er nichts zu tun.

Skorpion und Schütze im November

Bis zum 22. November führt die Tabelle den Skorpion, ab dem 23. den Schützen. Die beiden Zeichen sind dreißig und neunundzwanzig Tage lang – der Schütze ist damit gemeinsam mit den Fischen das kürzeste Zeichen des Jahres.

Der Grund ist die Erdbahn. Alle zwölf Abschnitte sind exakt dreißig Grad groß, aber die Erde läuft auf einer Ellipse und bewegt sich Anfang Januar am schnellsten, weil sie der Sonne dann am nächsten steht. Der Zeitraum des Schützen liegt kurz davor, und deshalb durchläuft die Sonne seine dreißig Grad schneller als jeden anderen Abschnitt. Zweiunddreißig Tage braucht sie im Sommer für dieselbe Strecke.

Am Himmel sind die beiden Sternbilder Nachbarn und beide für Mitteleuropa Sommerobjekte, die flach über dem Südhorizont stehen. Der Pfeil des Schützen zeigt dabei auf Antares, den roten Hauptstern des Skorpions – antike Kommentatoren lasen darin eine Bedrohung. Bemerkenswerter ist, was hinter dem Schützen liegt: in dieser Richtung befindet sich das Zentrum unserer Galaxie, weshalb das Band der Milchstraße dort am breitesten und hellsten ist.

Was für Geburtstage am 21., 22. und 23. November gilt

Der 22. November ist der Tag, auf den der Übertritt in einundachtzig der sechsundneunzig untersuchten Jahre fällt – der Monat hat damit eine der klarsten Verteilungen des ganzen Jahres. Der 21. kommt in sieben Jahren vor, der 23. in acht.

Für die Praxis heißt das: wer am 21. oder 22. November geboren ist, wird von der Tabelle dem Skorpion zugeordnet, stand astronomisch aber in einem großen Teil der Jahrgänge – am 22. sogar in der weit überwiegenden Zahl – bereits im Schützen. An diesen beiden Tagen entscheidet zusätzlich die Geburtsstunde. Der 23. November, den die Tabelle als ersten Schütze-Tag nennt, ist in acht Jahren selbst der Übertrittstag; in allen übrigen war die Sonne an diesem Datum längst im Schützen, sodass hier keine Unsicherheit besteht.

Die Verteilung hat sich zudem über die Jahrhundertgrenze verschoben: der 23. November kommt ausschließlich in Jahrgängen vor 2000 vor, der 21. ausschließlich in denen danach. Ursache ist die gregorianische Schaltregel – das Jahr 2000 war als durch 400 teilbares Jahrhundertjahr ein Schaltjahr, wodurch die Ereignisse insgesamt etwas nach vorn gerutscht sind.

Die Sonne bleibt unter dreiundzwanzig Grad

Im November fällt die Mittagshöhe der Sonne in Berlin von 23,0 auf 15,9 Grad, die Deklination von −14,5 auf −21,7 Grad. Der Monat beginnt damit auf dem Wert, den der Oktober am Ende erreicht hatte, und endet nur noch knapp über dem Tiefstwert des Jahres.

Die Tageslänge sinkt um 89 Minuten – weniger als im Oktober und deutlich weniger als im September, weil die Sonne sich ihrem Umkehrpunkt nähert und die Kurve abflacht. Der November ist also nicht der Monat des stärksten Verlusts, sondern der Monat, in dem der Verlust nachlässt.

Trotzdem gilt er als der dunkelste, und das hat einen anderen Grund: er ist in Deutschland im langjährigen Mittel der Monat mit der geringsten Sonnenscheindauer. Nicht die Tageslänge ist minimal – das ist der Dezember –, sondern der Anteil der Stunden, in denen die Sonne wirklich zu sehen ist. Ursache sind die für diese Jahreszeit typischen flachen Hochdrucklagen mit langlebigen Hochnebelfeldern, die die ohnehin knappen Stunden zusätzlich verdecken. Bei einer Mittagshöhe von 16 Grad reicht die Sonnenenergie außerdem nicht mehr aus, um solche Nebeldecken aufzulösen – ein Effekt, der im Frühjahr bei gleicher Sonnenhöhe nicht auftritt, weil der Boden dann wärmer ist.

Am Nachthimmel ist der November dafür ein guter Monat: früh dunkel, klare Luft nach Frontdurchgängen, und die Wintersternbilder gehen bereits am Abend auf. Um den 17. hat der Meteorstrom der Leoniden sein Maximum.

Skorpion und Schütze im Vergleich

Die beiden Zeichen des Novembers sind dreißig und neunundzwanzig Tage lang – der Schütze ist gemeinsam mit den Fischen das kürzeste Zeichen des Jahres, weil die Erde sich ihrem sonnennächsten Punkt nähert und schneller wird.

In der Systematik trägt der Skorpion Wasser und fix, der Schütze Feuer und veränderlich – der Skorpion sitzt in der Mitte des Herbstes, der Schütze schließt ihn ab und endet mit der Wintersonnenwende. Als herrschende Planeten gelten Pluto für den Skorpion, in der älteren Überlieferung Mars, und Jupiter für den Schützen, der damit heute das einzige Jupiter-Zeichen ist, nachdem die Fische Neptun erhalten haben.

Am Himmel sind die beiden Nachbarn und beide für Mitteleuropa Sommerobjekte, die flach über dem Südhorizont stehen. Der Skorpion enthält mit Antares einen roten Überriesen, dessen Name eine Beobachtungsnotiz ist – „Gegen-Ares", weil er mit dem rötlichen Mars verwechselbar ist, der etwa alle zwei Jahre an ihm vorbeizieht. Hinter dem Schützen liegt das Zentrum unserer Galaxie, weshalb das Band der Milchstraße in dieser Richtung am breitesten und hellsten ist.

Und der Schütze ist die Stelle, an der die Rede vom „dreizehnten Sternzeichen" ansetzt: zwischen ihm und dem Skorpion streift die Ekliptik das Sternbild Schlangenträger. Das ist richtig und für die Zeichen bedeutungslos – ein Zeichen ist ein Abschnitt von dreißig Grad, und zwölf mal dreißig ergibt dreihundertsechzig. Die Zwölfteilung ist eine Eigenschaft des Kreises, nicht der Sterne.

Für die Zuordnung eines Geburtstags verlangt der November an zwei Tagen mehr als das Datum: am 21. und am 22. November entscheidet das Geburtsjahr.

Die Grenze in den Nachbarmonaten

Ein Blick auf die Nachbarmonate macht sichtbar, dass die Zeichengrenzen einer Regel folgen und nicht dem Kalender. Im Oktober davor wechselt die Sonne am 24. in den Skorpion, in diesem Monat am 23. in den Schütze, im Dezember danach am 22. in den Steinbock. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.

Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.

Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Schütze dauert 29 Tage, der Skorpion davor 30 und der Steinbock danach 30. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.

Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten Oktober und Dezember nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.

Warum andere Seiten andere Daten nennen

Für den November zirkulieren Angaben, die den Wechsel auf den 22. oder den 23. legen. Beide sind vertretbar; die verbreitete deutsche Tabelle nennt den 23., und sie steht auch auf diesen Seiten. Wer den 22. wählt, liegt in der Mehrzahl der Jahre näher am gemessenen Sonnenstand.

Ein Teil der Unterschiede ist außerdem eine Frage des Jahrgangs, auf den eine Quelle sich stützt. Eine Tabelle, die für die 1980er Jahre erstellt wurde, ist für die Gegenwart um einen Tag verschoben – und beides war zum jeweiligen Zeitpunkt richtig. Ohne Angabe des Bezugsjahres ist eine einzelne Zeile in einer Sternzeichentabelle nicht überprüfbar; mit Angabe des Jahres und der Zeitzone ist sie es.

Das Datum im November und der Wechsel im Jahreslauf

Sternzeichen November heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der Oktober, danach der Dezember. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im November für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen November für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.

Häufige Fragen

Fragen zum November

Welches Sternzeichen hat man im November?

Bis zum 22. November Skorpion, ab dem 23. November Schütze. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 21., 22., 23. November.

Welches Zeichen gilt am 21. November?

Nach der gebräuchlichen Tabelle Skorpion. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Schütze. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.

Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den November?

Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den November ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 21., 22., 23. November, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.