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Nach Datum

Sternzeichen Datum: die Tabelle aller zwölf Zeichen im Überblick

Sternzeichen von wann bis wann: alle zwölf Zeichen mit Datum, Element und Dauer in einer Tabelle – und in der letzten Spalte die Tage, an denen die Grenze vom Geburtsjahr abhängt.

Tabelle 1Die zwölf Zeichen in der Reihenfolge des Sonnenlaufs. Die Zeiträume folgen der gebräuchlichen Tabelle; die Grenztage sind aus dem berechneten Sonnenstand abgeleitet.

Sternzeichen Datum Dauer Element Herrscher Grenztage Tabelle sagt noch das vorige Zeichen
WidderAries 21. März – 20. April 31 Tage Feuer Mars 20. März
StierTaurus 21. April – 20. Mai 30 Tage Erde Venus 19. und 20. April
ZwillingeGemini 21. Mai – 21. Juni 32 Tage Luft Merkur 20. Mai
KrebsCancer 22. Juni – 22. Juli 31 Tage Wasser Mond 20. und 21. Juni
LöweLeo 23. Juli – 23. August 32 Tage Feuer Sonne 22. Juli
JungfrauVirgo 24. August – 23. September 31 Tage Erde Merkur 22. und 23. August
WaageLibra 24. September – 23. Oktober 30 Tage Luft Venus 22. und 23. September
SkorpionScorpio 24. Oktober – 22. November 30 Tage Wasser Pluto 22. und 23. Oktober
SchützeSagittarius 23. November – 21. Dezember 29 Tage Feuer Jupiter 21. und 22. November
SteinbockCapricornus 22. Dezember – 20. Januar 30 Tage Erde Saturn 21. Dezember
WassermannAquarius 21. Januar – 19. Februar 30 Tage Luft Uranus 19. und 20. Januar
FischePisces 20. Februar – 20. März 29 Tage Wasser Neptun 18. und 19. Februar

Zeitraum des Zeichens, in dem die Sonne am Tag des Builds stehtGrenztag: das Geburtsjahr entscheidet

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Welches Sternzeichen habe ich?

Geburtstag wählen. Das Ergebnis nennt das Zeichen und den Zeitraum, in dem es nach der gebräuchlichen Tabelle gilt. Fällt der Tag auf einen Grenztag, steht das dabei.

Waage
24. September – 23. Oktober

1. Oktober: nach der gebräuchlichen Tabelle Waage. Der Monat Oktober

Abb. 2Derselbe Jahresring als Kontrolle zur Tabelle: die Sektorbreiten sind die Tageszahlen aus der Dauer-Spalte.
1. Oktober
Waage
24. September – 23. Oktober
Ewiger Kalender: zwei Scheiben auf einem Stift, dazu eine Indexkerbe am Rand – das mechanische Gegenstück zu dieser Tabelle. (mit AI erstelltes Bild) AI
Abb. 1Ewiger Kalender: zwei Scheiben auf einem Stift, dazu eine Indexkerbe am Rand – das mechanische Gegenstück zu dieser Tabelle.Mit AI erstelltes Bild

Sternzeichen Datum für Datum: wie diese Tabelle zu lesen ist

In der ersten Spalte steht unter jedem deutschen Namen der lateinische: Aries, Taurus, Gemini, Cancer, Leo, Virgo, Libra, Scorpio, Sagittarius, Capricornus, Aquarius, Pisces. Diese Namen sind die international gebräuchlichen und tauchen in englischsprachigen Quellen an der Stelle auf, an der hier Widder oder Waage steht. Beim Skorpion gehen die beiden Bezeichnungen auseinander: das Zeichen heißt Scorpio, das Sternbild Scorpius. Die gezeichneten Formen selbst, ihre Herkunft und ihre Unicode-Codepunkte stehen in der Übersicht der Sternzeichen Symbole.

Die Spalte mit dem Zeitraum gibt die Konvention wieder, die im deutschen Sprachraum verbreitet ist: feste Kalendertage, unabhängig vom Jahrgang. Für die meisten Geburtstage ist das die vollständige Antwort. Die letzte Spalte nennt die Ausnahmen – die Tage, an denen die Sonne in einem Teil der Jahre schon weiter ist als die Tabelle.

Die Grenztage sind nicht geschätzt, sondern aus dem Sonnenstand abgeleitet. Für jeden der zwölf Übergänge wurde der Zeitpunkt bestimmt, an dem die scheinbare geozentrische Länge der Sonne ein Vielfaches von 30 Grad erreicht, und zwar für jedes Jahr von 1940 bis 2035. Daraus ergibt sich, auf welche Kalendertage der Übertritt überhaupt fallen kann.

Wo Tabelle und Sonnenstand auseinandergehen

Bei elf der zwölf Zeichen ist das Tabellendatum einer der Tage, auf die der Übertritt fallen kann; die Konvention markiert dort also die spätestmögliche Grenze. Eine Ausnahme gibt es: bei den Fische nennt die Tabelle den 20. Februar, während der Übertritt in keinem Jahr des untersuchten Zeitraums später als am 19. Februar erfolgt.

Diese Abweichung ist kein Fehler der Tabelle, sondern die Folge einer Rundung, die sich eingebürgert hat. Sie ist nur dann von Bedeutung, wenn ein Geburtstag genau auf einen dieser Tage fällt.

Alle zwölf Übergänge im Überblick

Die Tabelle oben nennt für jedes Zeichen ein Startdatum. Die folgende Aufstellung nennt daneben den Tag, auf den der gemessene Übertritt der Sonne am häufigsten fällt – ausgezählt über die Jahre 1940 bis 2035.

  • Widder: Tabelle 21. März, häufigster gemessener Übertritt 20. (66 von 96 Jahren)
  • Stier: Tabelle 21. April, häufigster gemessener Übertritt 20. (76 von 96 Jahren)
  • Zwillinge: Tabelle 21. Mai, häufigster gemessener Übertritt 21. (72 von 96 Jahren)
  • Krebs: Tabelle 22. Juni, häufigster gemessener Übertritt 21. (76 von 96 Jahren)
  • Löwe: Tabelle 23. Juli, häufigster gemessener Übertritt 23. (56 von 96 Jahren)
  • Jungfrau: Tabelle 24. August, häufigster gemessener Übertritt 23. (77 von 96 Jahren)
  • Waage: Tabelle 24. September, häufigster gemessener Übertritt 23. (72 von 96 Jahren)
  • Skorpion: Tabelle 24. Oktober, häufigster gemessener Übertritt 23. (78 von 96 Jahren)
  • Schütze: Tabelle 23. November, häufigster gemessener Übertritt 22. (81 von 96 Jahren)
  • Steinbock: Tabelle 22. Dezember, häufigster gemessener Übertritt 22. (55 von 96 Jahren)
  • Wassermann: Tabelle 21. Januar, häufigster gemessener Übertritt 20. (81 von 96 Jahren)
  • Fische: Tabelle 20. Februar, häufigster gemessener Übertritt 19. (57 von 96 Jahren)

Zwei Muster fallen dabei auf. Erstens stimmt das Tabellendatum nur bei drei Zeichen mit dem häufigsten gemessenen Übertrittstag überein – bei Zwillingen, Löwe und Steinbock. Bei den übrigen neun liegt der häufigste Tag einen Tag früher, die Tabelle markiert dort also eine spätere Grenze als die übliche. Zweitens ist dieser Abstand nicht überall gleich: bei den meisten fehlt ein Tag, bei den Fischen zwei.

Zweitens unterscheiden sich die Zeichen in der Breite ihrer Streuung. Bei vieren – Widder, Löwe, Steinbock, Fische – kommen nur zwei Kalendertage vor; bei den übrigen acht sind es drei. Der Grund ist, wie weit der langjährige Mittelwert des Übertritts von Mitternacht entfernt liegt: liegt er dicht daran, schiebt die jährliche Verschiebung von knapp sechs Stunden ihn regelmäßig über den Tageswechsel, und ein dritter Kalendertag kommt hinzu.

Und schließlich gibt es genau eine Ausnahme von der Regel, dass das Tabellendatum überhaupt vorkommt: bei den Fische liegt es außerhalb der gemessenen Spanne. Der Übertritt fällt dort in jedem einzelnen Jahr des untersuchten Zeitraums auf den 18. oder 19. Februar, während die Tabelle den 20. nennt.

Sternzeichen nach Datum und die 12 Zeichen im Überblick

Die Tabelle ordnet die Sternzeichen Datum für Datum und nicht alphabetisch, weil das Jahr selbst diese Reihenfolge vorgibt. Sternzeichen von wann bis wann – so wird die Frage meistens gestellt, und die Tabelle oben ist die Antwort darauf. Sie führt alle Sternzeichen mit Datum in der Reihenfolge des Sonnenlaufs und nennt zu jedem Zeichen den Zeitraum, das Element, den Herrscher, die Dauer in Tagen und die Grenztage. Wer die Sternzeichen nach Datum sucht statt nach Namen, liest die zweite Spalte; wer ein bestimmtes Zeichen sucht, die erste.

Damit gibt es zwei Wege durch dieselben Angaben. Sternzeichen nach Datum ist der Weg, wenn ein Geburtstag vorliegt: dafür steht oben der Rechner. Sternzeichen im Überblick ist der andere: alle Sternzeichen mit Datum auf einer Seite, ohne zwölf Einzelseiten zu öffnen. Beide Wege führen zu derselben Zeile, nur von verschiedenen Seiten her; wer die Sternzeichen Datum für Datum durchgehen will, liest die Tabelle einfach von oben nach unten.

Sternzeichen von wann bis wann lässt sich für elf der zwölf Zeichen sauber beantworten, weil der Tabellentag dort einer der wirklich vorkommenden Übertrittstage ist. Nur bei den Fischen nennt die Tabelle einen Tag, an dem die Sonne in keinem der berechneten Jahre erst übertritt. Wer die 12 Sternzeichen im Überblick nebeneinander liest, sieht diese Ausnahme sofort – in der letzten Spalte steht dann kein Grenztag, sondern der Hinweis auf den früheren Wechsel.

Zeichen und Sternbild: warum die Tabelle nicht den Himmel beschreibt

Die Namen der zwölf Zeichen sind Sternbildnamen, und genau das führt in die Irre. Ein Zeichen ist ein Abschnitt von dreißig Grad auf der Ekliptik, gerechnet vom Frühlingspunkt aus. Ein Sternbild ist eine Gruppe wirklicher Sterne mit unregelmäßigen Grenzen und sehr unterschiedlicher Breite. Beide trugen vor zweitausend Jahren dieselben Namen an denselben Stellen; heute tun sie das nicht mehr.

Der Grund ist die Präzession: die Erdachse beschreibt einen Kegel und der Frühlingspunkt wandert dadurch langsam gegen die Sterne. Nachgerechnet für einen einzelnen Stern lässt sich das genau angeben – die Länge von Spica ist im tropischen System seit dem Jahr 150, als Ptolemäus die Zeichen in dieser Form beschrieb, von 178,1 Grad auf 204,2 Grad gestiegen. Das sind 26,08 Grad in 1876 Jahren, also 1,39 Grad pro Jahrhundert und knapp ein voller Zeichenabschnitt.

Die Folge lässt sich am Himmel nachsehen, und die Tabelle unten tut genau das: für jedes Tierkreissternbild, das einen hellen Katalogstern hat, steht dort der Tag, an dem die Sonne vor diesem Stern vorbeigeht, daneben das Zeichen, das die gebräuchliche Tabelle an diesem Tag nennt. Wer Ende September Geburtstag hat, bekommt die Waage genannt, während die Sonne noch vor der Jungfrau steht – und drei Wochen später steht sie vor Spica, dem hellsten Stern der Jungfrau, während die Tabelle längst Waage sagt.

Abb. 4 Für jedes der sieben Tierkreissternbilder mit einem hellen Katalogstern: der Tag, an dem die Sonne vor diesem Stern steht, und das Zeichen, das die Tabelle an diesem Tag nennt. In 6 von 7 Fällen ist es das nächste.
Sternbild Stern Länge Sonne steht davor Tabelle nennt dann
Widder Hamal 38.0° 28. April Stier
Stier Aldebaran 70.2° 31. Mai Zwillinge
Zwillinge Pollux 113.6° 16. Juli Krebs
Löwe Regulus 150.2° 23. August Löwe
Jungfrau Spica 204.2° 17. Oktober Waage
Skorpion Antares 250.1° 2. Dezember Schütze
Schütze Nunki 282.8° 3. Januar Steinbock

Ekliptikale Länge der Sterne für das Äquinoktium des Datums, Sonnenstand aus derselben Rechnung wie die übrigen Zeitpunkte dieser Seite. Der Löwe ist der Grenzfall: die Sonne passiert Regulus am letzten Tag des tabellierten Löwen, weil Regulus am Anfang seines Sternbilds steht.

Häufige Fehler beim Lesen einer Sternzeichentabelle

Eine Uhrzeit ohne Zeitzone. Ein Zeichenwechsel ist ein Moment, kein Datum. Auf welchen Kalendertag er fällt, hängt davon ab, wo gerechnet wird: liegt der Übertritt auf 00:30 Mitteleuropäischer Zeit, ist es in London noch der Vortag und in Moskau schon länger der neue. Eine Angabe wie „05:43" ist ohne Zeitzone nicht überprüfbar, und in Monaten mit Zeitumstellung kommt hinzu, ob Sommer- oder Normalzeit gemeint ist.

Eine Tabelle ohne Bezugsjahr. Weil die Grenze wandert, ist eine einzelne Zeile immer nur für bestimmte Jahrgänge richtig. Eine Tabelle aus der Mitte des 20. Jahrhunderts nennt beim Frühlingsanfang eher den 21. März, eine heutige den 20. – beide waren zu ihrer Zeit korrekt. Wer zwei Quellen vergleicht und einen Widerspruch findet, hat meist zwei Epochen verglichen.

Sternbild statt Zeichen. Angaben, die sich an den Sternbildgrenzen orientieren, ergeben andere Daten und dreizehn statt zwölf Abschnitte, mit Längen von einer Woche bis sechs Wochen. Sie sind nicht falsch, beantworten aber eine andere Frage: vor welchen Sternen die Sonne steht, nicht wo sie auf der Skala des Sonnenjahres ist.

Eine Uhrzeit auf die Minute, wo der Tag nicht sicher ist. Jede Ephemeridenrechnung hat eine Genauigkeit, und wenn ein Übertritt dicht an Mitternacht liegt, liegt der Kalendertag innerhalb dieser Unsicherheit. Bei den 1152 hier untersuchten Übergängen betrifft das dreiundzwanzig Fälle. Eine Quelle, die für diese Jahrgänge einen Tag behauptet, behauptet mehr, als sie wissen kann.

Was in dieser Tabelle nicht steht

Die Tabelle nennt Zeiträume, Element, herrschenden Planeten und Grenztage. Was sie nicht enthält, ist eine Deutung – keine Eigenschaften, keine Prognosen, keine Aussagen über Menschen, die in einem bestimmten Abschnitt geboren sind.

Das ist eine Entscheidung und keine Auslassung. Die Zuordnung eines Datums zu einem Abschnitt der Ekliptik ist eine Rechnung, die sich prüfen lässt; alles, was darüber hinausgeht, ist Überlieferung. Beides in derselben Tabelle zu führen, würde den Unterschied verwischen, auf dem der Nutzen dieser Seiten beruht. Wo Tradition beschrieben wird – bei den Elementen, den Qualitäten, den herrschenden Planeten –, steht es als Tradition da, und die Zuordnungen selbst sind wiedergegeben, weil sie zur Sache gehören und in jeder Quelle auftauchen.

Warum die Tabelle trotzdem die Tabelle bleibt

Wenn der gemessene Übertritt bei neun von zwölf Zeichen früher liegt als das Tabellendatum, drängt sich die Frage auf, warum diese Seiten nicht einfach die genaueren Daten führen. Die Antwort hat mit dem Zweck einer Tabelle zu tun.

Eine Sternzeichentabelle wird benutzt, um ein Datum einem Abschnitt zuzuordnen – und zwar meist ohne das Geburtsjahr, weil es niemand mitliefert. Eine Tabelle, die den häufigsten gemessenen Übertritt nennt, ist für die Mehrzahl der Jahrgänge genauer und für eine Minderheit falsch; eine Tabelle, die die spätere Grenze nennt, ist für alle Jahrgänge auf der sicheren Seite, weil sie das Zeichen erst dann beginnen lässt, wenn es in jedem Jahr begonnen hat. Beide Entscheidungen sind vertretbar, und die verbreitete Tabelle hat sich für die zweite entschieden.

Dazu kommt ein praktischer Grund. Die Daten der gebräuchlichen Tabelle sind seit Generationen im Umlauf; sie stehen in Kalendern, Lexika und auf den meisten Websites. Eine Referenz, die davon abweicht, erzeugt bei jedem Leser einen Widerspruch, den sie erst erklären muss – und der Nutzen dieser Erklärung ist genau null für alle, die nur wissen wollen, welches Zeichen zu einem Datum gehört.

Was diese Seiten anders machen, ist deshalb nicht die Tabelle, sondern das, was daneben steht: für jedes Zeichen die Verteilung des gemessenen Übertritts, für jeden Monat die Zeitpunkte der einzelnen Jahre, und an jeder Stelle die Angabe, wo Konvention und Messung auseinandergehen. Das genügt, um die Frage für einen konkreten Geburtstag zu beantworten – und es kommt ohne die Behauptung aus, alle anderen lägen falsch.

Woher die Daten dieser Seite kommen

Die Zeiträume in der Tabelle sind die im deutschsprachigen Raum verbreiteten Konventionsdaten. Alles andere ist gerechnet.

Für jeden der zwölf Übergänge wurde der Zeitpunkt bestimmt, an dem die scheinbare geozentrische Länge der Sonne ein Vielfaches von dreißig Grad erreicht – bezogen auf das Äquinoktium des Datums und mit abgezogener Aberration des Lichts, die etwa zwanzig Bogensekunden beträgt und ohne die jede Rechnung rund sieben Minuten zu früh liegt. Die Bestimmung erfolgte durch Intervallhalbierung für jedes Jahr von 1940 bis 2035, also 1152 Übergänge.

Geprüft wurde das Ergebnis gegen veröffentlichte Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden, bei denen die Abweichung eine bis drei Minuten beträgt, und gegen eine physikalische Kontrolle: die Zahl der Tage, die die Sonne für ein Grad Ekliptiklänge braucht, muss im Juli ihr Maximum und im Januar ihr Minimum haben, weil die Erde dann am langsamsten beziehungsweise am schnellsten läuft. Beides trifft zu.

Die Spalte mit der Dauer

Abb. 3 Wie lange die Sonne für die je dreißig Grad eines Zeichens braucht. Die Abschnitte sind gleich groß, die Zeiten nicht: 29 bis 32 Tage.
Widder 31 Tage
Stier 30 Tage
Zwillinge 32 Tage
Krebs 31 Tage
Löwe 32 Tage
Jungfrau 31 Tage
Waage 30 Tage
Skorpion 30 Tage
Schütze 29 Tage
Steinbock 30 Tage
Wassermann 30 Tage
Fische 29 Tage

Der längste und der kürzeste Abschnitt liegen drei Tage auseinander. Die Ursache ist die Form der Erdbahn: Anfang Januar läuft die Erde am schnellsten, Anfang Juli am langsamsten.

Dass die zwölf Zeiträume unterschiedlich lang sind – zwischen neunundzwanzig und zweiunddreißig Tagen –, ist der Punkt, an dem die meisten Leser stocken. Wenn die Abschnitte gleich groß sind, warum dauern sie dann nicht gleich lang?

Weil gleich groß und gleich lang zwei verschiedene Dinge sind. Die zwölf Abschnitte messen exakt dreißig Grad auf der Ekliptik. Wie lange die Sonne braucht, um dreißig Grad zurückzulegen, hängt davon ab, wie schnell sich die Erde in diesem Teil ihrer Bahn bewegt – und die Bahn ist eine Ellipse, keine Kreisbahn. Anfang Januar steht die Erde der Sonne am nächsten und läuft am schnellsten, Anfang Juli am weitesten entfernt und am langsamsten.

Die Werte in der Tabelle sind damit eine Messung. Pro Grad Ekliptiklänge braucht die Sonne im Juli etwa 1,049 Tage und im Januar etwa 0,981 – ein Unterschied von rund sieben Prozent, der sich über dreißig Grad auf drei Tage summiert. Die längsten Zeichen sind entsprechend Zwillinge und Löwe mit je zweiunddreißig Tagen, die kürzesten Schütze und Fische mit neunundzwanzig, und die Verteilung ist symmetrisch: sie folgt einer Kurve mit einem Maximum im Sommer und einem Minimum im Winter.

Wer die zwölf Werte der Dauer-Spalte nebeneinanderlegt, hat damit eine Messung der Erdbahnform vor sich, ohne dass die Tabelle das irgendwo behauptet.

Die Summe der zwölf Werte in der Dauer-Spalte ergibt 365 – nicht 365,2422, wie das tropische Jahr wirklich lang ist. Die Tabelle rundet also auf ganze Tage, und genau diese Rundung ist der Rest, der die Grenzen von Jahr zu Jahr wandern lässt. Wer wissen will, wo die fehlenden knapp sechs Stunden hin sind, findet sie in der Spalte mit den Grenztagen.

Die Zeitangaben

Alle Zeitpunkte auf den Monatsseiten sind mit PyEphem 4.2.1 (libastro) berechnet, aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne bezogen auf das Äquinoktium des Datums, und in Europe/Berlin (CET/CEST) angegeben. Die Rechnung ist auf etwa 3 Minuten genau. Liegt ein Übertritt näher als eine Viertelstunde an Mitternacht, wird der Kalendertag nicht behauptet, sondern die Unsicherheit genannt.

Häufige Fragen

Fragen zur Tabelle

Wonach ist die Tabelle sortiert?

Nach dem Sonnenlauf, beginnend am Frühlingspunkt im März. Die Reihe startet also mit dem Widder und nicht im Januar.

Warum sind die Zeiträume unterschiedlich lang?

Weil die zwölf Abschnitte gleich groß sind, die Erde ihre Bahn aber nicht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durchläuft. Anfang Januar ist sie der Sonne am nächsten und am schnellsten, Anfang Juli am weitesten entfernt und am langsamsten. Daher dauern die Zwillinge 32 Tage und der Schütze 29.

Was bedeutet die Spalte Grenztage?

Sie nennt die Kalendertage, an denen die Tabelle noch das vorige Zeichen führt, die Sonne aber in einem Teil der Jahrgänge schon im nächsten steht. An diesen Tagen entscheidet das Geburtsjahr, an allen anderen nicht.

Gilt die Tabelle für Österreich und die Schweiz genauso?

Die Kalendertage ja. Die Uhrzeiten auf den Monatsseiten gelten für Mitteleuropäische Zeit, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz dieselbe ist.