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Geburtsmonat Dezember

Sternzeichen Dezember: Schütze oder Steinbock, Datum und Wechsel

Welches Sternzeichen im Dezember gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 21. Schütze, ab dem 22. Steinbock. Im Dezember liegen damit zwei Zeichen: bis zum 21. Schütze, ab dem 22. Steinbock. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 21., 22. Dezember.

Dezembermittag – die Sonne steigt nur knapp 17 Grad über den Horizont, der kürzeste Tag des Jahres. (mit AI erstelltes Bild) AI
Abb. 1Dezembermittag – die Sonne steigt nur knapp 17 Grad über den Horizont, der kürzeste Tag des Jahres.Mit AI erstelltes Bild

Sternzeichen Dezember: wo die Grenze wirklich liegt

Wer nach Sternzeichen Dezember sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 21. und dem 22. Dezember. Den Beginn des Zeichens Steinbock erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Steinbock; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Schütze.

Abb. 2Der Grenzbereich im Dezember. Oben die Tage nach der Tabelle, unten der berechnete Zeitpunkt des Wechsels für die Jahre 2020 bis 2030.
Schütze17. Schütze18. Schütze19. Schütze20. Schütze21. Steinbock22. Steinbock23. Steinbock24. Steinbock25. Steinbock26.
Grenzzone
2020 21. Dez., 10:55 CET
2021 21. Dez., 16:53 CET
2022 21. Dez., 22:43 CET
2023 22. Dez., 04:24 CET
2024 21. Dez., 10:20 CET
2025 21. Dez., 16:04 CET
2026 21. Dez., 21:53 CET
2027 22. Dez., 03:47 CET
2028 21. Dez., 09:26 CET
2029 21. Dez., 15:20 CET
2030 21. Dez., 21:15 CET

Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.

Für Geburtstage vom 1. bis zum 20. Dezember ist die Antwort eindeutig Schütze, vom 23. bis zum 31. Dezember ebenso eindeutig Steinbock. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.

Abb. 3 Auf welchen Kalendertag der Übertritt in Steinbock fällt, ausgezählt über die Jahre 1940 bis 2035.
21. Dezember 41 von 96
22. Dezember (Tabelle) 55 von 96

Der Tabellentag ist einer der möglichen Übertrittstage; die Konvention markiert damit die spätere Grenze.

Der Monat, der die Zehn im Namen trägt

Dezember kommt von decem, der lateinischen Zehn, und ist der zwölfte Monat – der letzte der vier Zahlnamen, die nicht mehr passen. Im römischen Kalender begann das Jahr im März, und von dort gezählt war dieser Monat tatsächlich der zehnte.

Der älteste römische Kalender endete sogar mit ihm: er hatte nur zehn Monate und ließ die Wintertage ungezählt, weil sie für Landwirtschaft und Feldzüge keine Rolle spielten. Januar und Februar wurden erst später angefügt, und deshalb steht der Februar mit seinen achtundzwanzig Tagen als kürzester Monat am Ende einer Reihe, die einmal im März anfing – er war der letzte, und aus dem letzten nimmt man die Tage, wenn eine Rechnung nicht aufgeht.

Die Reihe der Sternzeichen beginnt aus demselben Grund im März wie der alte Kalender: dort liegt der Frühlingspunkt. Sie hat ihren Anfang nur nie verschoben.

Die Wintersonnenwende, und warum sie nicht der Tag mit dem frühesten Sonnenuntergang ist

Der Dezember enthält den kürzesten Tag des Jahres. In Deutschland dauert er je nach Breite etwa siebeneinhalb bis achteinhalb Stunden – in Berlin 7 Stunden und 52 Minuten –, und mit ihm beginnt der astronomische Winter – zugleich die Grenze zwischen den beiden Zeichen dieses Monats.

Wer die Auf- und Untergangszeiten nachsieht, findet eine Verschiebung, die wie ein Fehler aussieht: der früheste Sonnenuntergang liegt etwa in der zweiten Dezemberwoche, also gut eine Woche vor der Sonnenwende, und der späteste Sonnenaufgang erst Anfang Januar. Zwischen beiden liegt der kürzeste Tag, ohne dass Anfang oder Ende extrem wären.

Verantwortlich ist die Zeitgleichung. Unsere Uhren laufen gleichmäßig, die Sonne nicht: weil die Erdbahn eine Ellipse ist und die Erdachse geneigt steht, geht die wahre Sonne der mittleren im Jahresverlauf um bis zu etwa sechzehn Minuten vor oder nach. Diese Abweichung verschiebt Auf- und Untergang gemeinsam in dieselbe Richtung, während die Tageslänge nur von der Sonnenhöhe abhängt. Nahe der Sonnenwende, wo sich die Tageslänge kaum ändert, dominiert deshalb die Zeitgleichung – und schiebt die beiden Extremwerte auseinander.

Wer im Dezember den Eindruck hat, dass es abends schon wieder länger hell bleibt, obwohl die Tage noch kürzer werden, beobachtet also nichts Falsches. Beides ist gleichzeitig wahr, und der Grund steht nicht am Himmel, sondern in der Definition unserer Uhrzeit.

Schütze und Steinbock im Dezember

Bis zum 21. Dezember führt die Tabelle den Schützen, ab dem 22. den Steinbock. Der Schütze ist mit neunundzwanzig Tagen das kürzeste Zeichen des Jahres, der Steinbock mit dreißig kaum länger – beide liegen um den Punkt, an dem die Erde der Sonne am nächsten steht und am schnellsten läuft.

Der Steinbock ist dabei eine der eigentümlichsten Figuren des Tierkreises: kein Ziegenbock, sondern ein Mischwesen mit dem Vorderteil einer Ziege und dem Schwanz eines Fisches. Diese Gestalt ist babylonisch und gehört zu einer Gruppe von Wasserfiguren, die diesen Abschnitt des Himmels prägen – Wassermann, Fische, Walfisch, Südlicher Fisch. Der deutsche Name Steinbock verdeckt das vollständig; das Symbol des Zeichens bewahrt beide Hälften und ist damit genauer als das Wort.

Nach dem Steinbock ist außerdem der südliche Wendekreis benannt, so wie der nördliche nach dem Krebs. Beide Namen sind Momentaufnahmen aus der Antike: damals stand die Sonne zur Wintersonnenwende vor dem Sternbild Steinbock, heute steht sie dort vor dem Schützen. Die Präzession hat das Bezugssystem verschoben, die geografischen Linien behalten ihre Namen. Es sind die beiden greifbarsten Zeugen dafür, dass Zeichen und Sternbild zwei verschiedene Dinge sind – zwei Linien auf jedem Globus, benannt nach Sternbildern, vor denen die Sonne an den betreffenden Tagen längst nicht mehr steht.

Was für Geburtstage am 21. und 22. Dezember gilt

Die Wintersonnenwende fällt in den Jahren 1940 bis 2035 auf den 21. oder den 22. Dezember – nur zwei mögliche Tage, eine der engsten Verteilungen des Jahres. Über den ganzen Zeitraum führt der 22. mit fünfundfünfzig gegen einundvierzig Fälle; für die Gegenwart ist es umgekehrt.

Die Verschiebung ist deutlich: in den Jahren 1940 bis 1999 fiel die Sonnenwende zweiundvierzig Mal auf den 22. und achtzehn Mal auf den 21.; ab 2000 dreiundzwanzig Mal auf den 21. und dreizehn Mal auf den 22. Ursache ist die gregorianische Schaltregel – das Jahr 2000 war als durch 400 teilbares Jahrhundertjahr ein Schaltjahr, wodurch die Ereignisse insgesamt nach vorn gerutscht sind. Kalender aus der Mitte des 20. Jahrhunderts nennen deshalb meist den 22. Dezember als Winteranfang, heutige fast durchgehend den 21.

Für die Praxis heißt das: der 21. Dezember ist ein Grenztag. Wer an ihm geboren ist, wird von der Tabelle dem Schützen zugeordnet, stand astronomisch aber in etwa vier von zehn Jahrgängen des Gesamtzeitraums – und in den Jahrgängen ab 2000 in der Mehrheit – bereits im Steinbock. Für den 22. Dezember und alle folgenden Tage besteht keine Unsicherheit.

Siebzehn Minuten, und dann kehrt sie um

Der Dezember ist neben dem Juni der Monat mit der geringsten Veränderung der Tageslänge. In Berlin sinkt sie von 8 Stunden 14 Minuten am 1. auf 7 Stunden 57 Minuten am 31. – ein Verlust von siebzehn Minuten über den ganzen Monat, mit dem Minimum am Tag der Sonnenwende dazwischen.

Die Mittagshöhe der Sonne fällt in Berlin von 15,7 auf 14,5 Grad, die Deklination von −21,8 auf −23,1 Grad. Der Tiefstwert liegt bei −23,4 Grad und entspricht exakt der Neigung der Erdachse – die Sonne kann nicht tiefer, weil die Achse nicht stärker geneigt ist. Wer die Zahl 23,4 einmal am eigenen Ort nachprüfen will, kann es an diesem Monat tun: die Mittagshöhe am Tag der Sonnenwende ist 90 Grad minus die geografische Breite minus 23,4 Grad. Für Berlin auf 52,5 Grad ergibt das 14,1 Grad, und gemessen sind es 14,5 – die Differenz ist die Refraktion der Atmosphäre, die das Bild der Sonne anhebt.

Bei 14 Grad Sonnenhöhe wirft ein Meter Höhe einen Schatten von etwa vier Metern. Das ist der Grund, warum im Dezember selbst mittags ganze Straßenseiten im Schatten liegen, während dieselbe Straße im Juni bei 60 Grad Sonnenhöhe nur einen Schatten von gut einem halben Meter je Meter Höhe hat. Sonnenstand und Stadtbild hängen im Winter unmittelbar zusammen.

Am Nachthimmel bietet der Dezember die längsten Nächte des Jahres und mit Orion, Stier und Zwillingen die auffälligsten Sternbilder. Um den 14. hat der Meteorstrom der Geminiden sein Maximum – er gilt als der zuverlässigste des Jahres und ist ungewöhnlich, weil seine Teilchen nicht von einem Kometen stammen, sondern von einem Asteroiden.

Schütze und Steinbock im Vergleich

Die beiden Zeichen des Dezembers sind neunundzwanzig und dreißig Tage lang und damit die zwei kürzesten aufeinanderfolgenden Abschnitte des Jahres. Beide liegen um den sonnennächsten Punkt der Erdbahn, an dem die Erde am schnellsten läuft – die Spiegelung der Symmetrie, die im Sommer Zwillinge und Löwe zu den längsten macht.

In der Systematik trägt der Schütze Feuer und veränderlich, der Steinbock Erde und kardinal – der Schütze schließt den Herbst ab, der Steinbock eröffnet den Winter, und die Grenze dazwischen ist die Wintersonnenwende. Als herrschende Planeten gelten Jupiter und Saturn. Saturn war der äußerste mit dem bloßen Auge sichtbare Planet und markierte damit die Grenze des bekannten Systems; dass ihm die beiden Zeichen des tiefsten Winters zufielen, ist in der Überlieferung mehrfach als bewusste Zuordnung beschrieben.

Am Himmel sind beide Sternbilder für Mitteleuropa Sommerobjekte und beide unauffällig – der Steinbock erreicht mit keinem Stern die zweite Größenklasse. Nach ihm ist der südliche Wendekreis benannt, so wie der nördliche nach dem Krebs: zwei Linien auf jedem Globus, benannt nach Sternbildern, vor denen die Sonne an den betreffenden Tagen längst nicht mehr steht. Es sind die greifbarsten Zeugen dafür, dass Zeichen und Sternbild zwei verschiedene Systeme sind.

Für die Zuordnung eines Geburtstags verlangt der Dezember nur an einem Tag mehr als das Datum: der 21. Dezember ist der Grenztag, und in den Jahrgängen ab 2000 liegt die Sonne an ihm mehrheitlich schon im Steinbock.

Die Grenze in den Nachbarmonaten

Was in diesem Monat gilt, gilt in abgewandelter Form auch links und rechts davon. Im November davor wechselt die Sonne am 23. in den Schütze, in diesem Monat am 22. in den Steinbock, im Januar danach am 21. in den Wassermann. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.

Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.

Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Steinbock dauert 30 Tage, der Schütze davor 29 und der Wassermann danach 30. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.

Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten November und Januar nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.

Warum andere Seiten andere Daten nennen

Beim Winteranfang gehen die Angaben besonders häufig auseinander, und die Ursache ist meistens das Alter der Quelle. Eine Tabelle, die auf Werten aus den 1960er oder 1970er Jahren beruht, nennt den 22. Dezember – und war damit für ihre Zeit richtig. Heutige Angaben nennen den 21.

Dazu kommt, dass beim Winteranfang – wie beim Sommeranfang – drei verschiedene Definitionen im Umlauf sind. Der astronomische Winter beginnt mit der Sonnenwende, der meteorologische am 1. Dezember, weil Statistiken ganze Monate brauchen, und der phänologische richtet sich nach der Vegetation und fällt je nach Jahr auf ein anderes Datum. Nur die erste Definition hat einen exakten Zeitpunkt, und nur sie bestimmt die Zeichengrenze.

Das Datum im Dezember und der Wechsel im Jahreslauf

Sternzeichen Dezember heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der November, danach der Januar. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im Dezember für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen Dezember für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.

Häufige Fragen

Fragen zum Dezember

Welches Sternzeichen hat man im Dezember?

Bis zum 21. Dezember Schütze, ab dem 22. Dezember Steinbock. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 21., 22. Dezember.

Welches Zeichen gilt am 21. Dezember?

Nach der gebräuchlichen Tabelle Schütze. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Steinbock. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.

Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den Dezember?

Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den Dezember ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 21., 22. Dezember, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.