Geburtsmonat Januar
Sternzeichen Januar: Steinbock oder Wassermann, Datum und Wechsel
Welches Sternzeichen im Januar gilt, hängt vom Tag ab: bis zum 20. Steinbock, ab dem 21. Wassermann. Im Januar liegen damit zwei Zeichen: bis zum 20. Steinbock, ab dem 21. Wassermann. Die Grenze dazwischen wandert – sie fällt je nach Jahr auf den 19., 20., 21. Januar.
Sternzeichen Januar: wo die Grenze wirklich liegt
Wer nach Sternzeichen Januar sucht, sucht in Wahrheit nach dieser Linie. Die gebräuchliche Tabelle zieht sie zwischen dem 20. und dem 21. Januar. Den Beginn des Zeichens Wassermann erreicht die Sonne aber zu einer bestimmten Uhrzeit, und die verschiebt sich von Jahr zu Jahr um knapp sechs Stunden, mit einem Sprung zurück in jedem Schaltjahr. Fällt der Übertritt in die frühen Morgenstunden, gehört der Tag schon ganz zum Zeichen Wassermann; fällt er am späten Abend, zählt fast der ganze Tag noch zu Steinbock.
Berechnet mit PyEphem 4.2.1 (libastro) aus der scheinbaren geozentrischen Länge der Sonne, bezogen auf das Äquinoktium des Datums; Zeiten in Europe/Berlin (CET/CEST), genau auf etwa 3 Minuten.
Für Geburtstage vom 1. bis zum 18. Januar ist die Antwort eindeutig Steinbock, vom 22. bis zum 31. Januar ebenso eindeutig Wassermann. Nur die Tage dazwischen brauchen einen Blick auf das Geburtsjahr.
Der Tabellentag ist einer der möglichen Übertrittstage; die Konvention markiert damit die spätere Grenze.
Der Monat, der nach einer Tür benannt ist
Januar kommt von Ianuarius und geht auf Ianus zurück, den römischen Gott der Türen und Durchgänge. Er wurde mit zwei Gesichtern dargestellt, eines nach vorn und eines nach hinten gewandt – ein Bild für den Übergang, das für einen Jahresanfang naheliegt. Das lateinische ianua bedeutet Tür, und dasselbe Wort steckt im Hausmeister-Beruf des Janitors.
Der Januar war nicht immer der erste Monat. Der älteste römische Kalender hatte zehn Monate und begann im März; die Wintertage waren ungezählt, weil sie für Feldarbeit und Feldzüge nicht zählten. Januar und Februar wurden später angefügt, und erst um 153 vor unserer Zeit wurde der Amtsbeginn der Konsuln – und damit der Jahresanfang – auf den 1. Januar verlegt. Die Zahlnamen September bis Dezember erinnern bis heute an die alte Zählung: sie tragen sieben bis zehn im Namen und stehen an neunter bis zwölfter Stelle.
Die Reihe der Sternzeichen hat diesen Wechsel nicht mitgemacht. Sie beginnt mit dem Widder im März, weil dort der Frühlingspunkt liegt – der Nullpunkt, von dem aus alle zwölf Abschnitte gezählt werden. Wer sich fragt, warum ein Sternzeichenjahr nicht im Januar anfängt, hat damit die Antwort: der Januar ist der jüngere Anfang, und er ist eine Verwaltungsentscheidung, während der März einen messbaren Grund hat.
Der Monat, in dem die Sonne am nächsten steht
Anfang Januar erreicht die Erde ihren sonnennächsten Punkt, das Perihel: etwa 147 Millionen Kilometer, gegenüber rund 152 Millionen Anfang Juli. Die Erde ist im Januar also gut fünf Millionen Kilometer näher an der Sonne als im Sommer, und weil die Bestrahlungsstärke mit dem Quadrat des Abstands abnimmt, empfängt sie etwa sieben Prozent mehr Energie.
Trotzdem ist Januar der kälteste Monat der Nordhalbkugel. Das ist kein Widerspruch, sondern der beste Beleg dafür, dass die Jahreszeiten nicht vom Abstand kommen: verantwortlich ist die Neigung der Erdachse von etwa dreiundzwanzigeinhalb Grad, die bestimmt, wie steil die Strahlung auf eine Fläche trifft und wie lange die Sonne über dem Horizont steht. Beides wirkt weit stärker als sieben Prozent Einstrahlung.
Der Effekt ist nicht null. Er macht die Sommer der Südhalbkugel geringfügig intensiver und die der Nordhalbkugel milder, und weil die Lage des Perihels im Jahr über Jahrtausende wandert, spielt er in den langen Klimazyklen eine Rolle. Für die Frage, warum es im Januar kalt ist, ist er ohne Bedeutung.
Die Erde ist im Perihel außerdem am schnellsten unterwegs, und das ist der Grund, warum die Zeichen dieser Jahreszeit die kürzesten sind: der Schütze mit neunundzwanzig Tagen, Steinbock und Wassermann mit dreißig. Für dieselben dreißig Grad braucht die Sonne im Sommer zwei bis drei Tage länger.
Steinbock und Wassermann im Januar
Bis zum 20. Januar führt die Tabelle den Steinbock, ab dem 21. den Wassermann. Beide sind dreißig Tage lang, beide gehören zu den lichtschwächeren Sternbildern, und beide gehören zu einer Gruppe von Wasserfiguren, die diesen Abschnitt des Himmels prägen.
Das ist beim Steinbock nicht offensichtlich, weil der deutsche Name es verdeckt: die Figur ist kein Ziegenbock, sondern ein Mischwesen mit dem Vorderteil einer Ziege und dem Schwanz eines Fisches – babylonisch belegt und griechisch als Verwandlung des Pan erklärt. Beim Wassermann ist der Bezug im Namen erhalten: eine Gestalt, die einen Krug ausgießt, und der ausgegossene Strom zieht am Himmel nach Süden zu Fomalhaut, dem Hauptstern des Südlichen Fisches.
Der Grund für diese Häufung dürfte kalendarisch sein. In den Regionen, in denen die Figuren benannt wurden, fiel dieser Abschnitt des Jahres mit der Regenzeit und dem Anstieg der Flüsse zusammen. Antike Autoren nannten die Gegend am Himmel schlicht „das Meer". Ein Wasserträger ist damit kein beliebiges Bild, sondern die Jahreszeit selbst – so wie die Jungfrau mit der Ähre die Ernte bezeichnet.
Am Nachthimmel ist der Januar dagegen kein Monat für diese beiden: sie stehen im Sommer und Herbst am Abendhimmel. Was im Januar hoch steht, sind Orion, Stier und Zwillinge – die Sternbilder der Zeichen, deren Zeiträume ein halbes Jahr entfernt sind.
Was für Geburtstage am 19., 20. und 21. Januar gilt
Der 20. Januar ist der Tag, auf den der Übertritt in einundachtzig der sechsundneunzig untersuchten Jahre fällt. Der 19. kommt in sieben Jahren vor, der 21. – das Datum, das die Tabelle als ersten Wassermann-Tag nennt – in acht.
Die Verteilung ist über die Jahrhundertgrenze verschoben: der 21. Januar tritt ausschließlich in Jahrgängen vor 2000 auf, der 19. ausschließlich in denen danach. Ursache ist die gregorianische Schaltregel – das Jahr 2000 war als durch 400 teilbares Jahrhundertjahr ein Schaltjahr, wodurch die Ereignisse insgesamt etwas nach vorn gerutscht sind.
Für die Praxis heißt das: wer am 19. oder 20. Januar geboren ist, wird von der Tabelle dem Steinbock zugeordnet, stand astronomisch aber in einem großen Teil der Jahrgänge – am 20. sogar in der weit überwiegenden Zahl – bereits im Wassermann. An diesen beiden Tagen entscheidet zusätzlich die Geburtsstunde, weil der Übertritt irgendwann im Tagesverlauf liegt. Für den 21. Januar und alle folgenden Tage bis zum 19. Februar besteht dagegen keine Unsicherheit.
Wie hoch die Sonne im Januar steigt
Am 1. Januar erreicht die Sonne in Berlin zur Mittagszeit eine Höhe von 14,6 Grad über dem Horizont, am 31. sind es 20,2 Grad. Das sind die niedrigsten Mittagshöhen des Jahres, und sie erklären mehr über den Januar als jede Temperaturangabe.
Bei 15 Grad Sonnenhöhe trifft die Strahlung so flach auf den Boden, dass dieselbe Energiemenge sich auf etwa die vierfache Fläche verteilt wie bei senkrechtem Einfall. Dazu kommt der längere Weg durch die Atmosphäre: Licht, das flach einfällt, durchquert ein Mehrfaches der Luftmasse und wird entsprechend stärker gestreut und absorbiert. Beide Effekte zusammen, nicht die Entfernung zur Sonne, machen den Winter.
Die Tageslänge steigt in Berlin von 7 Stunden 58 Minuten am 1. auf 9 Stunden 12 Minuten am 31. – ein Zuwachs von 74 Minuten. Das klingt nach viel und fühlt sich nach wenig an, weil der Zuwachs am Monatsanfang noch minimal ist und erst gegen Ende spürbar wird: der Januar liegt auf dem flachen Teil der Kurve unmittelbar nach der Sonnenwende.
Die Deklination der Sonne, also ihre Höhe über dem Himmelsäquator, wandert im Monat von −23,0 auf −17,3 Grad. Sie startet damit fast auf dem südlichsten Wert überhaupt – der liegt bei −23,4 Grad und entspricht der Neigung der Erdachse. Wer wissen will, warum die Achsneigung genau 23,4 Grad beträgt und was sie bewirkt, kann es an diesen zwei Zahlen ablesen.
Steinbock und Wassermann im Vergleich
Die beiden Zeichen des Januars sind gleich lang – dreißig Tage –, gehören aber in der überlieferten Systematik zu verschiedenen Gruppen. Der Steinbock trägt das Element Erde und die Qualität kardinal, der Wassermann Luft und fix. Kardinal heißt: das Zeichen eröffnet eine Jahreszeit, und beim Steinbock ist das wörtlich zu nehmen – sein erster Tag ist die Wintersonnenwende. Fix heißt: das Zeichen sitzt in der Mitte einer Jahreszeit, und der Wassermann liegt im tiefsten Winter.
Als herrschende Planeten gelten Saturn für den Steinbock und Uranus für den Wassermann, in der älteren Überlieferung Saturn für beide. Der Wechsel hat ein Datum: Uranus wurde 1781 entdeckt, und die astrologische Zuordnung folgte der Entdeckung. Dasselbe Muster gibt es bei Neptun für die Fische und Pluto für den Skorpion – die Systematik hat auf neue Planeten reagiert, nicht umgekehrt.
Am Himmel sind beide Sternbilder lichtschwach und beide gehören zu einer Gruppe von Wasserfiguren, die diesen Abschnitt prägen: Wassermann, Fische, Walfisch, Südlicher Fisch. Beim Steinbock ist das nur am Original zu erkennen – die Figur ist ein Mischwesen mit Ziegenkopf und Fischschwanz, was der deutsche Name verdeckt und das Symbol des Zeichens bewahrt.
Wer in diesem Monat geboren ist und wissen will, welches der beiden Zeichen gilt, braucht in den meisten Fällen nur das Datum. Nur der 19. und der 20. Januar verlangen zusätzlich das Geburtsjahr, und in Grenzfällen die Geburtsstunde.
Die Grenze in den Nachbarmonaten
Wer die zwölf Monatsseiten nebeneinanderlegt, sieht ein Muster, das auf einer einzelnen Seite nicht auffällt. Im Dezember davor wechselt die Sonne am 22. in den Steinbock, in diesem Monat am 21. in den Wassermann, im Februar danach am 20. in den Fische. Alle drei Grenzen liegen in der zweiten Monatshälfte, und das ist kein Zufall: die Zwölfteilung wird vom Frühlingspunkt aus gezählt, der im März auf den 20. oder 21. fällt, und von dort rechnet sich der Abstand von je dreißig Grad durch das ganze Jahr weiter.
Daraus folgt, dass in jedem Kalendermonat genau zwei Zeichen liegen und keine Zeichengrenze auf einen Monatsersten fällt. Wer eine Sternzeichentabelle daraufhin durchsieht, findet die zwölf Grenzen zwischen dem 19. und dem 24. – eine Spanne von sechs Tagen für zwölf Übergänge, die über das ganze Jahr verteilt sind.
Die Länge der Abschnitte schwankt dabei: der Wassermann dauert 30 Tage, der Steinbock davor 30 und der Fische danach 29. Diese Unterschiede kommen allein von der Bahngeschwindigkeit der Erde, die auf ihrer Ellipse Anfang Januar am schnellsten und Anfang Juli am langsamsten läuft. Die Zeichen selbst sind alle exakt dreißig Grad breit.
Für die Praxis heißt das: die Frage nach dem Zeichen ist für die meisten Geburtstage mit dem Datum beantwortet, und nur an den wenigen Tagen rund um die Grenze kommt das Geburtsjahr hinzu. Die Nachbarseiten Dezember und Februar nennen dieselben Angaben für ihre eigenen Grenztage.
Warum andere Seiten andere Daten nennen
Für den Januar zirkulieren Angaben, die den Wechsel auf den 20. oder den 21. legen. Beide sind vertretbar; die verbreitete deutsche Tabelle nennt den 21., und sie steht auch auf diesen Seiten. Wer den 20. wählt, liegt in der weit überwiegenden Zahl der Jahre näher am gemessenen Sonnenstand.
Ein Teil der Unterschiede ist eine Frage des Bezugsjahres. Eine Tabelle, die auf Werten aus der Mitte des 20. Jahrhunderts beruht, nennt eher den 21.; heutige Werte liegen beim 20. Beides war zu seiner Zeit richtig, und ohne Angabe des Jahres ist eine einzelne Zeile nicht überprüfbar. Dasselbe gilt für Uhrzeiten ohne Zeitzone: ein Zeichenwechsel ist ein Moment, und auf welchen Kalendertag er fällt, hängt davon ab, wo gerechnet wird. Alle Zeiten hier gelten für Mitteleuropa, im Januar in Normalzeit.
Das Datum im Januar und der Wechsel im Jahreslauf
Sternzeichen Januar heißt damit immer: zwei Zeichen und ein Datum dazwischen. Davor liegt der Dezember, danach der Februar. Alle zwölf Zeiträume nebeneinander stehen in der Sternzeichen-Tabelle. Wer das Sternzeichen im Januar für einen bestimmten Geburtstag braucht, liest es dort in einer Zeile ab – und wer die Frage Sternzeichen Januar für ein einzelnes Jahr genau beantworten will, nimmt die Uhrzeit aus der Abbildung weiter oben.
Häufige Fragen
Fragen zum Januar
Welches Sternzeichen hat man im Januar?
Bis zum 20. Januar Steinbock, ab dem 21. Januar Wassermann. Die Grenze dazwischen ist keine feste Linie – der Übertritt der Sonne fällt je nach Jahr auf den 19., 20., 21. Januar.
Welches Zeichen gilt am 19. Januar?
Nach der gebräuchlichen Tabelle Steinbock. Astronomisch steht die Sonne an diesem Tag in einem Teil der Jahrgänge bereits im Zeichen Wassermann. Die Aufstellung oben nennt für jedes Jahr den Zeitpunkt, sodass sich die Frage für ein konkretes Geburtsjahr eindeutig beantworten lässt.
Warum nennen andere Seiten einen anderen Grenztag für den Januar?
Weil sie einen einzelnen Jahrgang zugrunde legen oder eine andere Zeitzone. Für den Januar ist der Übertritt über den Zeitraum 1940 bis 2035 nicht auf einen Tag festzulegen: er fällt auf den 19., 20., 21. Januar, je nach Jahr. Ohne Angabe von Jahr und Zeitzone ist eine Uhrzeit für den Wechsel nicht überprüfbar.